Die Übergangsregierung unter Delcy Rodríguez hat beim Internationalen Währungsfonds (IWF) 346 Millionen US-Dollar aus den eigenen Guthaben abgerufen. Das Geld soll für den Wiederaufbau und zur Unterstützung der betroffenen Familien verwendet werden.
Dieses Video zeigt den Besuch der belgischen EU-Kommissarin Hadja Lahbib in Venezuela in der vergangenen Woche.
Nach Angaben der Behörden kamen bei den beiden Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 am 24. Juni inzwischen 5.069 Menschen ums Leben. Mehr als 16.700 Menschen wurden verletzt, Tausende verloren ihr Zuhause, zahlreiche Gebäude wurden zerstört. Auch die Europäische Union baut ihre Hilfe aus. Die belgische EU-Kommissarin für Krisenvorsorge und Krisenmanagement, Hadja Lahbib, besuchte in der letzten Woche das Katastrophengebiet und traf in Caracas die geschäftsführende Präsidentin Rodríguez. Nach dem Gespräch sprach Lahbib von einer möglichen „neuen Seite“ in den Beziehungen zwischen der EU und Venezuela. Die Solidarität während der Katastrophe solle nun in eine langfristige Zusammenarbeit beim Wiederaufbau münden.
Die EU will gemeinsam mit den Vereinten Nationen und der Weltbank das Ausmaß der Schäden erfassen und Experten entsenden, um die dringendsten Prioritäten zu bestimmen. Die Hilfsgelder fließen dabei nicht direkt an die venezolanische Regierung, sondern über UN-Organisationen und zertifizierte Hilfsorganisationen. Bereits zuvor hatte die EU 52 Millionen Euro für die Bewältigung der wirtschaftlichen Krise bereitgestellt und nach dem Erdbeben weitere 25 Millionen Euro Soforthilfe zugesagt. Zudem wurden 80 Tonnen Hilfsgüter über eine Luftbrücke nach Venezuela gebracht. (belga/dpa/sc)

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