Neuer Hitze- und Gesundheitsplan bis 2027

<p>Ventilatoren sind während Hitzewellen besonders gefragt. Mit einem neuen interföderalen Hitze- und Gesundheitsplan will Belgien die Bevölkerung künftig besser auf extreme Temperaturen vorbereiten.</p>
Ventilatoren sind während Hitzewellen besonders gefragt. Mit einem neuen interföderalen Hitze- und Gesundheitsplan will Belgien die Bevölkerung künftig besser auf extreme Temperaturen vorbereiten. | Foto: belga

Erarbeitet wird der Plan vom föderalen Gesundheitsministerium (FÖD Volksgesundheit) mit Unterstützung des Nationalen Krisenzentrums. Dieses soll die Zusammenarbeit zwischen Föderalstaat, Regionen, Gemeinschaften und den betroffenen Verwaltungen koordinieren. Grundlage bilden unter anderem die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Angesichts des Klimawandels und der zunehmenden Zahl extremer Hitzewellen sollen klare Abläufe für alle staatlichen Ebenen festgelegt werden. Vorgesehen sind unter anderem Maßnahmen zum Schutz besonders gefährdeter Bevölkerungsgruppen, Warnsysteme, eine Stärkung des Gesundheitswesens, Strategien zur Verringerung der Hitzebelastung sowie Verfahren zur Überwachung der gesundheitlichen Auswirkungen. Der bestehende nationale Ozon- und Hitzeplan konzentriert sich bislang vor allem auf Warnungen und Informationskampagnen. Der neue Plan soll darüber hinaus konkrete Maßnahmen, Einsatzpläne und operative Verfahren enthalten. Der Hitze- und Gesundheitsplan wird Teil des künftigen Nationalen Resilienzplans, mit dem Belgien seine Vorbereitung auf unterschiedlichste Krisen verbessern will. Die Debatte über eine bessere föderale Koordinierung war nach der Hitzewelle Anfang Juli erneut aufgekommen. (belga/sc)

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