Für Montag war zunächst ein 45-minütiges Gespräch des Königs mit den drei US-Botschaftern in Belgien vorgesehen. Neben White nahmen auch die US-Botschafter bei der Europäischen Union und der NATO teil. Nach eineinhalb Stunden habe das Gespräch noch immer angedauert, sagte White. König Philippe habe zudem mit Champagner auf das 250-jährige Bestehen der Vereinigten Staaten angestoßen.
White zufolge habe Trump bereits bei einem früheren Abendessen im Rahmen der Wiedereröffnung von Notre-Dame in Paris seinen Platz getauscht, um neben dem König und der Königin sitzen zu können. Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos habe Trump trotz zahlreicher Terminabsagen an seinem Treffen mit König Philippe festgehalten.
Bei dem Gespräch am Montag ging es laut White unter anderem um die Zukunft der Kernenergie in Belgien und um industrielle Zusammenarbeit. Bis Ende des Jahres soll demnach entschieden werden, ob AMRAAM-Raketen künftig auch in Belgien produziert werden.
Das Waffensystem für den F-35 wird derzeit vom US-Unternehmen Raytheon hergestellt. FN Herstal könnte eine Lizenz erhalten, um die Raketen in Zutendaal in der Provinz Limburg zu produzieren.
White sprach von einer ungewöhnlichen Vereinbarung, bei der ein wallonisches Unternehmen eine Fabrik in Flandern errichten würde. Die in Belgien gefertigten Raketen sollen demnach nicht nur für belgische F-35 bestimmt sein, sondern auch von anderen Ländern und den Vereinigten Staaten genutzt werden können.
Nicht zur Sprache kam nach Angaben Whites die Frage der Mohelim, die in der jüdischen Gemeinschaft rituelle Beschneidungen vornehmen. Der Botschafter hatte sich im Mai in die Debatte eingeschaltet und die Absicht der Antwerpener Staatsanwaltschaft kritisiert, zwei Männer wegen illegaler Beschneidungen zu verfolgen. White erklärte nun, er gehe davon aus, dass die Frage gesetzlich geregelt werde. (belga/rt)

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