Ausgebrochen war der Brand in der militärischen Sperrzone, in der Munition einschlägt. Wegen möglicher Blindgänger konnten die Einsatzkräfte das Gebiet nicht betreten und dort keine Löscharbeiten vornehmen. „Der Bereich ist den Feuerwehrkräften und auch der Landesverteidigung im klassischen Sinne nicht zugänglich. Aufgrund der Lebensgefahr durch eventuell nicht ausgelöste Munition haben wir dort keine Löschmaßnahmen vorgenommen“, sagte René Schoonbrood, stellvertretender Zonenkommandant der Hilfeleistungszone DG.
Die Landesverteidigung, die Forstverwaltung sowie die Hilfeleistungszone berieten gemeinsam über die Lage. Der Wind drückte den Rauch zeitweise über das Militärgelände hinaus und sorgte auch in der Umgebung für Brandgeruch. In der Nacht erreichte eine Flanke des Feuers eine Feuerschutzschneise. Diese von Vegetation freigehaltenen Streifen sollen die weitere Ausbreitung begrenzen. „Das sind natürliche Barrieren, die dem Feuer eine Grenze geben sollen, damit es sich nicht weiter ausweiten kann“, erklärte Schoonbrood.
Seit der vergangenen Woche ist der Einsatz von Leuchtmunition auf Anordnung der Forstverwaltung untersagt. Ein Brand lässt sich dennoch nicht vollständig ausschließen. „Auch mit konventioneller Munition kann ein kleiner Funke entstehen – mit den Konsequenzen, die wir gestern Nachmittag hatten“, sagte Schoonbrood.
Ein Revierbeamter kontrollierte das Gelände auch während der Nacht. Die beteiligten Stellen stehen weiterhin in engem Kontakt. (jj)

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