Bei dem Brand am Dienstagmorgen kamen sechs Menschen ums Leben. In dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Stadt Brüssel entsteht derzeit ein multifunktionaler Komplex.
Der Zwischenfall ereignete sich gegen 7.30 Uhr im Bereich der Aufzugsschächte. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich nach Angaben des Arbeitsauditorats rund 250 Menschen auf der Baustelle. Nach der Evakuierung galten sechs Arbeiter mit belgischer oder rumänischer Staatsangehörigkeit als vermisst.
Den Rettungskräften gelang es zunächst, den ersten Aufzugsschacht zu öffnen. Dort wurden sechs Leichen entdeckt. Die Identifizierung durch einen Gerichtsmediziner und das Team zur Identifizierung von Katastrophenopfern der föderalen Polizei dauert an.
Das Arbeitsauditorat konnte daher zunächst nicht bestätigen, dass es sich bei den Toten um die sechs vermissten Arbeiter handelt.
Am Dienstagabend untersuchten die Rettungsdienste auch den zweiten Aufzugsschacht. Dort wurden keine Opfer gefunden.
Die Baustelle wurde anschließend geschlossen und im Rahmen der laufenden Ermittlungen versiegelt. Brand- und gerichtsmedizinische Sachverständige wurden hinzugezogen. An den Ermittlungen sind außerdem die Polizeizone Brüssel-Hauptstadt/Elsene, die Inspektion des Landesamtes für soziale Sicherheit sowie die Arbeitsaufsicht beteiligt.
Die Untersuchung soll die Ursache des Brandes und den genauen Ablauf des Unglücks klären. Bis zur Identifizierung aller Opfer will sich das Arbeitsauditorat aus Respekt vor den Toten und ihren Angehörigen sowie zum Schutz der Ermittlungen nicht weiter äußern.
Sofern der Stand der Ermittlungen es zulässt, soll im Laufe der kommenden Woche eine neue Mitteilung veröffentlicht werden. (belga/rt)

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