Nach Angaben des Malmedyer Bürgermeisters Jean-Paul Bastin gegenüber der Zeitung „La Meuse“ besuchte der ehemalige katarische Staatschef die Gegend regelmäßig, unter anderem während der Jagdsaison. Der Kontakt zur Region entstand demnach durch seine Freundschaft mit dem früheren Zehnkämpfer Freddy Herbrand. Dieser hatte am Aufbau des Sports in Katar mitgewirkt und den Emir später mit Malmedy bekannt gemacht.
Besonders sichtbar ist die Verbindung durch die Leichtathletikanlage der Stadt. Hamad bin Khalifa Al Thani finanzierte die Erneuerung der Laufbahn mit rund zwei Millionen Euro. Die Anlage wird heute von Sportvereinen, Schulen und bei Wettkämpfen genutzt. Darüber hinaus tätigte der frühere Emir verschiedene Immobilieninvestitionen in der Region. Dazu gehörten unter anderem das Hotel Mont Rigi sowie zeitweise das Ferienzentrum Val d’Arimont und mehrere Geschäfts- und Wohngebäude in Malmedy. Im Jahr 2018 erwarben Investoren aus Katar zudem den belgischen Schokoladenhersteller Galler.
Die Stadt Malmedy erklärte in einer Mitteilung, der frühere Emir habe „diskret, aber sehr konkret“ zur Ausstrahlung der Kommune beigetragen, insbesondere im sportlichen Bereich. Der Stadtrat sprach seiner Familie und der Bevölkerung Katars sein Beileid aus. (jj)

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