Nach Angaben des Automobil- und Zweiradverbands Febiac sowie des Mobilitätsverbands Traxio wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres 16.368 neue Motorräder registriert. Das ist der höchste Stand seit 2011, wie die beiden Verbände am Dienstag mitteilten.
„Mit Ausnahme der leistungsstärksten Kategorie verzeichnen wir bei allen Hubraumklassen einen Anstieg“, erklärte Febiac-Sprecher Christophe Dubon. Besonders deutlich fiel das Wachstum bei Motorrädern mit einem Hubraum zwischen 126 und 500 Kubikzentimetern aus. Dort stiegen die Zulassungen um 18,9 Prozent. In der Kategorie zwischen 751 und 1.000 Kubikzentimetern betrug das Plus 15,1 Prozent.
Der Gebrauchtmotorradmarkt entwickelte sich hingegen rückläufig. Im zweiten Quartal wurden 7,2 Prozent weniger gebrauchte Maschinen verkauft als im Vorjahreszeitraum. Für das gesamte erste Halbjahr ergibt sich damit ein Rückgang von zwei Prozent.
Nach Angaben von Traxio-Sprecher Filip Rylant folgt diese Entwicklung auf zwei Jahre mit steigenden Verkaufszahlen. Zuvor war der Gebrauchtmarkt nach der Einführung der technischen Kontrolle für gebrauchte Motorräder im Jahr 2022 deutlich eingebrochen.
Gebrauchte Motorräder der mittleren Hubraumklassen sowie Modelle mit 125 Kubikzentimetern behaupteten sich vergleichsweise gut. In den übrigen Kategorien gingen die Verkaufszahlen zurück. Besonders betroffen waren Motorräder mit mehr als 1.000 Kubikzentimetern. Ihre Verkäufe sanken um 8,5 Prozent, obwohl sie weiterhin etwas mehr als ein Fünftel des Marktes ausmachen.
Die Verbände rechnen jedoch damit, dass sich der Gebrauchtmarkt in Flandern wiederbeleben könnte. Als Grund nennen sie die geplante Abschaffung der technischen Kontrolle für gebrauchte Motorräder im Norden des Landes. (belga/rt)

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