Russland greift Kiew wieder mit Raketen an

<p>Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, steht bei seinem Besuch auf einem Truppenübungsplatz vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ „Patriot“.</p>
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine, steht bei seinem Besuch auf einem Truppenübungsplatz vor einem Flugabwehrraketensystem vom Typ „Patriot“. | Archivbild: Jens Büttner/dpa

Russlands Militär hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht erneut mit ballistischen Raketen angegriffen, die aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwierig abzuwehren sind. Im Zentrum der Dreimillionenstadt waren gut ein halbes Dutzend Explosionen zu hören. Nach Behördenangaben brachen in mindestens zwei Stadtteilen Brände aus, teils ausgelöst durch herabgestürzte Trümmerteile.

Am Morgen teilte die ukrainische Luftwaffe mit, dass fünf von acht anfliegenden Raketen der Typen Iskander und S-400 abwehrt worden seien. Auch zwei Marschflugkörper Ch-59/69 und 108 von 135 Drohnen seien abgefangen worden. Bei Luftangriffen in den Tagen zuvor hatte die ukrainische Luftwaffe aus Munitionsmangel keine ballistischen Raketen aus Russland abschießen können.

Am Montag hatten in Paris mehrere Mitgliedstaaten der sogenannten Koalition der Willigen eine Initiative zur Stärkung der ukrainischen Flugabwehr ins Leben gerufen. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen Russlands Invasion. (dpa/rt)

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