Im ersten Satz des Traumfinales lieferten sich Sinner und Zverev auf Augenhöhe, das erst im Tiebreak entschieden wurde – mit dem besseren Ende für Zverev. Ein nahezu identisches Bild bot sich im zweiten Durchgang, diesmal behielt jedoch Sinner im Tiebreak die Oberhand und stellte den Satzausgleich her.
Die Vorentscheidung fiel im dritten Satz. Beim Stand von 4:3 nutzte Sinner eine kurze Schwächephase seines Gegners konsequent aus und sicherte sich den entscheidenden Vorsprung. Zudem war Zverev zuvor gestürzt und hatte sich dabei ans rechte Knie gefasst. Im vierten Satz blieb die Partie zunächst ausgeglichen, ehe Sinner seinem Kontrahenten beim Stand von 3:3 erneut den Aufschlag abnahm. Anschließend brachte der Italiener seinen Vorsprung souverän ins Ziel und verwandelte nach 3:48 Stunden seinen ersten Matchball.
Für den 24-jährigen Sinner war es das 39. ATP-Finale seiner Karriere. Er gewann seinen 30. Titel insgesamt und bereits den sechsten der laufenden Saison. Zuvor hatte er 2026 bereits die Masters-1000-Turniere von Indian Wells, Miami, Monte-Carlo, Madrid und Rom für sich entschieden. Zu seinen Grand-Slam-Erfolgen zählen nun zwei Wimbledon-Titel sowie die Australian Open 2024 und 2025 und die US Open 2024.
Der 29-jährige Zverev hatte erst im vergangenen Monat mit seinem Triumph bei den French Open den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere gewonnen. In London verpasste der Deutsche nun seinen zweiten Major-Triumph in Serie. (mn/belga)

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