Nach Angaben von Energieminister Bihet zahlen viele Verbraucher in Belgien derzeit für Strom und vor allem für Erdgas besonders teure Produkte. Insgesamt könnten fast zwei Millionen Haushalte durch einen Wechsel des Vertrags im Schnitt bis zu 300 Euro pro Jahr sparen. Rund 700.000 Haushalte könnten demnach sogar Einsparungen von bis zu 700 Euro jährlich erzielen, wenn sie sich für einen günstigeren Vertrag entscheiden.
Die Reform sieht eine einheitliche Tarifstruktur vor. Sie soll künftig nur noch aus zwei klar erkennbaren Bestandteilen bestehen: einem Abonnement und einem Kilowattstundenpreis, der fest oder variabel sein kann. Vorgesehen sind außerdem eine übersichtlichere Darstellung der Kosten, bessere Informationen vor Vertragsabschluss und mehr Transparenz bei der stillschweigenden Verlängerung von Verträgen. Verbraucher sollen vor jeder automatischen Verlängerung informiert werden.
Jede Rechnung, Mitteilung und jeder Vertrag muss künftig zudem einen QR-Code oder einen direkten Link zum Tarifblatt des Vertrags enthalten. Irreführende bedingte Rabatte, die den tatsächlichen Energiepreis verschleiern, werden verboten. Auch gestaffelte Preise innerhalb ein und desselben Vertrags sollen nicht mehr zulässig sein.
Die föderale Regulierungsbehörde für Elektrizität und Gas (Creg) soll die Umsetzung der Maßnahmen überwachen. Die Reform tritt am 1. Januar 2027 in Kraft. Den Energieanbietern bleibt damit Zeit, die neuen Vorgaben umzusetzen. (belga/rt)

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