„Airbag“-Hilfe für Gründer gilt auch in Ostbelgien

<p>Freddy Mockel im wallonischen Parlament</p>
Freddy Mockel im wallonischen Parlament | Foto: belga

Das hat der wallonische Wirtschafts- und Beschäftigungsminister Pierre-Yves Jeholet (MR) dem ostbelgischen Regionalabgeordneten Freddy Mockel (Ecolo) bestätigt. Die Wallonische Region überarbeitet derzeit ihre Unterstützung für Arbeitssuchende mit einem unternehmerischen Projekt. Die sogenannte „Airbag“-Hilfe soll den finanziellen Übergang von der Arbeitslosigkeit in die Selbstständigkeit erleichtern und den Aufbau einer eigenen beruflichen Tätigkeit unterstützen.

Die Reform erfolgt vor dem Hintergrund der geplanten zeitlichen Begrenzung des Arbeitslosengeldes auf föderaler Ebene. Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter hatten bereits seit Längerem eine Anpassung des bestehenden Systems gefordert. Mit der Reform sind entsprechend hohe Erwartungen verbunden. Im zuständigen Parlamentsausschuss erkundigte sich Freddy Mockel nach eigenen Angaben nach der Anwendbarkeit der neuen Regelung in der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Hintergrund ist, dass die DG inzwischen selbst für den Bereich Beschäftigung zuständig ist. Daher sei zunächst unklar gewesen, ob die neue Förderung auch für Arbeitssuchende aus den neun deutschsprachigen Gemeinden gelten würde, wie Freddy Mockel in einer Pressemitteilung schreibt. Der Staatsrat hatte demnach bereits im Vorfeld festgestellt, dass es sich bei der Maßnahme in erster Linie um Wirtschaftsförderung handelt und damit um eine Zuständigkeit der Wallonischen Region, die auch für das deutsche Sprachgebiet gilt.

Minister Jeholet habe daraufhin bestätigt, dass die Unterstützung deutschsprachigen Arbeitssuchenden unter denselben Bedingungen offensteht wie in der übrigen Wallonie. So werde eine Einschreibung beim Arbeitsamt der DG (ADG) einer Einschreibung beim Forem gleichgestellt, um zu prüfen, ob die Voraussetzung einer mindestens viermonatigen Arbeitssuche erfüllt ist. Freddy Mockel begrüßt diese Klarstellung: „Es ist wichtig, den Menschen auch mögliche Auswege auf zu zeigen. Die Föderalregierung hat brutale Ausgrenzungmaßnahmen fûr arbeitslose Menschen getroffen. Da es nicht genug offene Stellen für alle Arbeitssuchenden gibt, ist es umso wichtiger, wenn dabei geholfen wird, wenn diese sich ihre eigene berufliche/gewerbliche Aktivität aufbauen wollen.“ (red/sc)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment