Etwa 30 Menschen seien von der Feuerwehr aus den Wohnungen evakuiert worden. Vorsorglich seien sie auf Rauchgasvergiftung untersucht worden, doch habe sich der Verdacht auf Verletzungen nicht bestätigt. Anfangs war von etlichen Verletzten die Rede gewesen. Zur Brandursache ermittelt die Polizei.
Den Angaben zufolge brach das Feuer gegen 1.30 Uhr aus. Die Löscharbeiten dauerten bis zum frühen Morgen.
In unmittelbarer Nachbarschaft des Mehrfamilienhauses in einem Gehöft-Komplex befindet sich auch ein Wohnheim für Menschen mit Behinderungen. Dieses sei von dem Feuer aber nicht betroffen gewesen, sagte die Polizeisprecherin. Das Wohnheim sei auch nicht evakuiert worden.
Der Eigentümer des Komplexes zeigte sich schockiert. „Ich habe noch nie so viele Feuerwehrleute, Polizisten, Feuerwehrwagen, Zelte, Ärzte gesehen wie hier“, sagte er. „Eine sehr ernste Angelegenheit, katastrophal.“ Der Hausverwalter sagte, eines der Opfer sei erst um die 30 Jahre alt gewesen. Der Mann habe ihm vergangene Woche noch stolz sein neues Auto gezeigt.

Die Stadt Monschau hat umgehend die Unterbringung und Versorgung der evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner organisiert. Die mehr als 20 betroffenen Personen konnten im derzeit leerstehenden DRK-Seniorenwohnsitz in Kalterherberg untergebracht werden. Ein Teil der Betroffenen ist zudem privat bei Familienangehörigen untergekommen.
Die Stadtverwaltung hat die Bewohnerinnen und Bewohner mit dem Nötigsten versorgt, darunter Hygieneartikel, Kleidung und Verpflegung. Vor Ort standen den Betroffenen zudem Helfer des DRK sowie die Notfallseelsorge zur Seite, um in dieser schwierigen Situation Unterstützung zu leisten.
Bürgermeisterin Dr. Carmen Krämer zeigt sich tief erschüttert über das Geschehen: „Dieses schreckliche Ereignis erschüttert uns alle zutiefst. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der drei Todesopfer, denen ich mein tief empfundenes Mitgefühl ausspreche. Gleichzeitig gilt mein Dank unseren Einsatzkräften und denen der umliegenden Kommunen, die in dieser Nacht mit großem persönlichen Einsatz und viel Mut über 30 Menschenleben gerettet haben. Als Stadt stehen wir den Betroffenen in dieser schweren Zeit zur Seite und werden alles tun, um ihnen zu helfen.“
Wie lange die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner in Kalterherberg untergebracht bleiben müssen, bis eine Rückkehr in ihre Wohnungen in Höfen möglich ist, ist derzeit noch nicht absehbar. Die Stadt Monschau steht dazu in engem Austausch mit den zuständigen Stellen und wird die Betroffenen weiterhin unterstützen. (dpa/red/ab)

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