Flexijobs gewinnen auf dem belgischen Arbeitsmarkt an Bedeutung

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Flexijobs gewinnen auf dem belgischen Arbeitsmarkt weiter an Bedeutung. | Illustrationsbild: dpa

Flexijobs ermöglichen es Arbeitnehmern, unter bestimmten Bedingungen eine Nebentätigkeit auszuüben und dabei von einem günstigeren steuerlichen Rahmen zu profitieren. Ab dem 1. Juli werden sie auf alle privaten und öffentlichen Sektoren ausgeweitet. Diese Erweiterung erfolgt in einer Phase, in der flexible Arbeit auf dem Arbeitsmarkt bereits deutlich und kontinuierlich zunimmt, stellt Partena Professional fest.

Der Anteil der Flexijob-Stunden am gesamten Arbeitsvolumen stieg von 0,27 Prozent im Jahr 2023 auf 0,45 Prozent im Jahr 2024 und auf 0,85 Prozent im Jahr 2025. Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Anteil ebenfalls bei 0,85 Prozent.

Auch der Anteil der Stunden, die im Rahmen befristeter Arbeitsverträge geleistet werden, nimmt zu: von 4,92 Prozent im Jahr 2023 auf 6,59 Prozent im Jahr 2024 und 7,56 Prozent im Jahr 2025. Bei unbefristeten Verträgen zeigt sich dagegen ein Rückgang. Ihr Anteil sank von 91,88 Prozent im Jahr 2023 auf 89,82 Prozent im Jahr 2025 und weiter auf 88,45 Prozent im ersten Quartal 2026. Das entspricht einem Rückgang um rund drei Prozentpunkte innerhalb von drei Jahren.

In einigen Branchen nehmen Flexijobs bereits einen besonders großen Platz ein. Bei Bestattungsunternehmen werden 23,24 Prozent der Arbeitszeit über Flexijobs geleistet, beim Personentransport mit Reisebussen sind es 22,5 Prozent. Beide Branchen entwickeln sich laut Partena Professional jedoch unterschiedlich. Bei den Bestattungsunternehmen steigt der Anteil der Flexijob-Stunden stark, während die Stunden in befristeten Arbeitsverträgen zurückgehen. Beim Reisebusverkehr nehmen dagegen sowohl Flexijob-Stunden als auch Stunden in befristeten Verträgen zu, während der Anteil unbefristeter Verträge deutlich sinkt.

Im Horeca-Sektor ergänzen sich die verschiedenen Beschäftigungsformen im Laufe der Saison. Im Einzelhandel haben flexible Beschäftigungsformen dagegen bereits einen strukturellen Platz gefunden, so der Personaldienstleister weiter.

Die Beispiele aus den einzelnen Branchen zeigen laut Partena Professional, dass es kein einheitliches Szenario gibt. Auch die Rolle, die Flexijobs nach dem 1. Juli einnehmen werden, dürfte daher je nach Branche unterschiedlich ausfallen. Die Zahlen aus den Vorreitersektoren seien keine Prognose, sondern eher ein Hinweis darauf, vorschnelle allgemeine Schlüsse zu vermeiden. (belga/rt)

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