Dass die Bestellungen von Gartenpools einen Sättigungsgrad erreichen würden, war absehbar. Und zwar aus gleich mehreren Gründen! Hierunter die recht unerwartet ausgebrochenen und anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzungen in Osteuropa und Nahost. Was über einen Zeitraum von mittlerweile vier Jahren zu einer spürbaren Inflations- und Konsumkrise geführt hat, die faktisch mit dem russischen Angriff auf die Ukraine vor vier Jahren einsetzte. Und solch extravaganten Investitionen de facto einen Riegel vorschiebt.
Energie, Inflation, Zinsen, Kaufkraft - gleich mehrere Hemmnisse für einen Markt, der nach wie vor eher dem Segment „Luxus“ zugeordnet wird. Und wo besonders die unerlässlichen energetischen Gegebenheiten schnell zu oft schwer kalkulierbaren Preistreibern avancieren können. Und potenzielle Interessenten zwischenzeitlich ausgebremst haben.
Damit nicht genug! Zugleich drängen verstärkt politische Überlegungen in den Vordergrund, die entscheidend zur Stagnation des Marktes beitragen. So sehen sich (neue) Pool-Besitzer unzweideutig an den Pranger gestellt. Fachunternehmen erhalten kurzfristige Absagen, weil die Pläne zur Anlage eines Gartenpools im unmittelbaren Umfeld kritisch beäugt werden. Mit dem unmissverständlichen Fingerzeig, ein solches Vorhaben sei extrem klimaschädlich - und von daher unverantwortlich. „Wenn Kunden derart geächtet werden, ist dies dem Kaufklima sicher nicht zuträglich“, so ein Unternehmer zu seinen jüngsten Erfahrungen.
Und dann wäre da noch eine rein rationelle Überlegung… - die wiedergewonnene, nahezu uneingeschränkte Reisefreiheit, die die Menschen heute erneut genießen (einmal abgesehen von den aktuell ungemütlichen Zielen in Nahost). Womit zugleich das Budget, das 2020, 2021 und 2022 noch kurzzeitig für Investitionen in Haus und Garten „freigeschaufelt“ worden war, nun wieder „on the air“ verplant ist.

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