Die Mission war am 5. Dezember 2024 gestartet und verfolgt ein außergewöhnliches Ziel: die Erforschung der Sonnenkorona. Dabei handelt es sich um die äußerste Schicht der Sonnenatmosphäre, die von der Erde aus normalerweise nur während einer totalen Sonnenfinsternis sichtbar ist.
Um diese seltenen Bedingungen dauerhaft zu schaffen, arbeitet Proba-3 mit zwei Satelliten, die in präziser Formation durch das All fliegen. Gemeinsam erzeugen sie künstliche Sonnenfinsternisse und ermöglichen so einen bislang unerreichten Blick auf die Korona.
Die ersten Ergebnisse überzeugen die Wissenschaftler. Seit Beginn der Mission habe die Satellitenkonstellation bereits eine große Menge hochwertiger Daten geliefert, erklärte Ronald Van der Linden, Direktor der Königlichen Sternwarte Belgiens. Die Verlängerung der Mission sei deshalb eine ausgezeichnete Nachricht. „Nun können wir diese wichtigen Studien fortsetzen“, betonte er.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Aktivität der Sonne besser zu verstehen. Insbesondere die Vorhersage von Sonnenstürmen und schnellen Sonnenwindströmen könnte dadurch deutlich präziser werden. Solche Phänomene können Satelliten, Raumfahrzeuge und technische Infrastruktur im All beeinträchtigen. Langfristig sollen die Daten daher auch zum besseren Schutz von Astronauten und Weltraumtechnik beitragen.
Belgien zählt zu den wichtigsten Partnern des Projekts. Von den Gesamtkosten in Höhe von 166 Millionen Euro stammen 66 Millionen Euro aus belgischen Mitteln. Darüber hinaus koordiniert das Land zentrale Aufgaben der Mission.
Für Belspo ist die Verlängerung ein weiterer Beleg für die Bedeutung Belgiens innerhalb der europäischen Raumfahrt. Die Entscheidung bestätige den Erfolg der „ambitionierten Mission“ und unterstreiche die starke Position des Landes in der europäischen Weltraumforschung. Zusätzliche belgische Investitionen sind für die Verlängerung nicht notwendig: Die ESA übernimmt die Finanzierung der nächsten Missionsphase vollständig. (belga/calü)

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