Die Kontrollen fanden zwischen 10 und 19 Uhr statt und wurden von insgesamt 23 Behörden getragen. Beteiligt waren unter anderem Polizeidienste aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden, Zollbehörden sowie Spezialdienste für Schwerlastverkehr und Arbeitskontrollen.
Auf belgischer Seite nahmen die Polizeizonen Weser-Göhl und Eifel sowie die föderale Polizei Eupen teil. Unterstützung kam unter anderem von der Autobahnpolizei Lüttich und dem Zollamt Eupen.
Ziel der gemeinsamen Aktion war es, Straftaten und Verkehrsverstöße grenzüberschreitend zu bekämpfen. Besonderes Augenmerk lag auf Wohnungseinbrüchen, Drogendelikten, illegaler Migration, Schleusungskriminalität sowie Alkohol- und Drogenfahrten. Gleichzeitig sollten die Kontrollen das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung in der Euregio stärken.
Insgesamt überprüften die Einsatzkräfte 1.193 Fahrzeuge und 1.794 Personen. Dabei wurden 22 Drogendelikte festgestellt. Hinzu kamen sechs Verstöße gegen das Aufenthaltsrecht sowie 14 weitere Strafanzeigen in unterschiedlichen Kriminalitätsbereichen. Zudem wurden 25 Fahrzeugführer wegen Fahrens unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss protokolliert.
Besonders hervorzuheben sind mehrere Fahndungserfolge. Zwei Personen wurden aufgrund nationaler Haftbefehle festgenommen, eine weitere Person aufgrund eines Europäischen Haftbefehls. Bei der Durchsuchung eines Fahrzeugs fanden die Beamten außerdem 28.000 Euro Bargeld, dessen Herkunft nicht nachgewiesen werden konnte.
Auch auf den Straßen wurden erhebliche Verstöße registriert. So wurde ein Autofahrer mit einer Geschwindigkeit von 168 km/h auf der Autobahn gemessen und entsprechend angezeigt.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Güter- und Schwerlastverkehr. Hier dokumentierten die Kontrollteams insgesamt 74 Verstöße, unter anderem gegen Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten, zur Ladungssicherung sowie gegen technische Bestimmungen. Die dabei verhängten Bußgelder summieren sich auf 22.850 Euro.
Unterstützt wurde die Aktion zudem von der Europäischen Arbeitsbehörde (ELA), die die Einhaltung von Arbeits- und Sozialvorschriften im grenzüberschreitenden Transportwesen überwachte.
Die Großkontrolle wurde im Rahmen der Zusammenarbeit der sogenannten NeBeDeAgPol (Niederländisch-Belgisch-Deutsche Arbeitsgemeinschaft der Polizei) durchgeführt. Nach Angaben der beteiligten Behörden sollen derartige Schwerpunktaktionen auch künftig regelmäßig stattfinden, um die Sicherheit in der rund vier Millionen Einwohner zählenden Euregio Maas-Rhein weiter zu stärken. (red/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren