Besonders bemerkenswert ist dabei, dass ein immer größerer Teil des Recyclings im eigenen Land erfolgt. Während 2021 lediglich zwölf Prozent des recycelten Kunststoffs in Belgien verarbeitet wurden, liegt dieser Anteil inzwischen bei 51 Prozent. Die Menge des im Inland behandelten Plastiks stieg innerhalb von vier Jahren von rund 13.500 auf mehr als 74.000 Tonnen.
„Während das Wachstum von recyceltem Kunststoff auf dem europäischen Markt in den vergangenen Jahren nahezu zum Stillstand gekommen ist, hat Belgien weiter in seine lokalen Recyclingkapazitäten investiert“, erklärte Fost-Plus-Geschäftsführer Francis Huysman.
Derzeit verfügt Belgien über fünf Recyclingzentren für Kunststoffe. Noch in diesem Sommer sollen zwei weitere Anlagen in Lommel und Neufchâteau den Betrieb aufnehmen und die Kapazitäten zusätzlich erhöhen.
Grundlage des Erfolgs bleibt allerdings das konsequente Sortieren der Abfälle durch die Bevölkerung. Jeder Belgier sammelte im vergangenen Jahr durchschnittlich 26 Kilogramm PMK-Abfälle – also Plastikverpackungen, Metallverpackungen und Getränkekartons. Das entspricht etwa 15 blauen Säcken pro Person und Jahr.
Auch Papier-, Karton- und Glasverpackungen werden weiterhin in großen Mengen getrennt gesammelt. Pro Einwohner wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 23,7 Kilogramm Papier und Karton sowie 27,7 Kilogramm Glas recycelt. Beide Werte liegen allerdings leicht unter denen des Vorjahres.
Für Fost Plus ist klar, dass die Bürgerinnen und Bürger maßgeblich zum Erfolg beitragen. Belgien gehöre seit Jahren zur europäischen Spitzengruppe beim Recycling – nicht zuletzt dank der konsequenten Mülltrennung in den Haushalten.
Neben den ökologischen Vorteilen hat das auch Auswirkungen auf das Klima. Nach Angaben von Fost Plus konnten durch Recycling und Wiederverwendung von Verpackungen im vergangenen Jahr rund 954.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. (belga/calü)

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