Damit hat sich die Zahl der festgestellten Verstöße innerhalb von nur fünf Jahren nahezu verdoppelt. Im Jahr 2020 waren noch rund 5,3 Millionen Verkehrsübertretungen registriert worden.
Der Löwenanteil der Bußgelder entfiel erneut auf Geschwindigkeitsüberschreitungen. Rund 80 Prozent aller Verstöße betrafen Temposünder. Umgerechnet bedeutet das, dass jeden Tag etwa 23.000 Autofahrer wegen überhöhter Geschwindigkeit belangt wurden.
Besonders aktiv war ein Blitzer auf dem Antwerpener Ring in Höhe von Deurne. Die Anlage registrierte innerhalb eines Jahres rund 116.000 Geschwindigkeitsverstöße. Nach Angaben von „Het Nieuwsblad“ entspricht dies potenziellen Einnahmen von rund acht Millionen Euro. Durchschnittlich wurden dort jede Stunde mindestens 13 Fahrer geblitzt.
Die Zahlen zeigen einerseits die zunehmende Dichte automatischer Kontrollen auf den belgischen Straßen auf. Andererseits verdeutlichen sie auch, dass viele Verkehrsteilnehmer die geltenden Tempolimits weiterhin missachten.
Gleichzeitig gibt es jedoch auch eine positive Entwicklung. Trotz der Rekordzahl an Verkehrsverstößen erreichte die Zahl der Verkehrstoten im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstand. Bei Verkehrsunfällen kamen 445 Menschen ums Leben – so wenige wie noch nie seit Beginn der entsprechenden Statistiken.
Die verschiedenen Regierungen des Landes verfolgen langfristig das Ziel „All for Zero“. Bis 2050 soll die Zahl der Verkehrstoten auf belgischen Straßen auf null sinken. (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren