Minister Freches und Jeholet vereinbaren engere Zusammenarbeit

<p>Minister Pierre-Yves Jeholet</p>
Minister Pierre-Yves Jeholet | Foto: belga

Im Fokus des Austauschs standen Themen, die für die wirtschaftliche, touristische und gesellschaftliche Entwicklung Ostbelgiens von „besonderer Bedeutung“ seien, heißt es in einer Mitteilung aus dem Kabinett Freches. Beide Minister betonten demnach die enge Verbundenheit zwischen der DG und der Wallonie und sprachen über konkrete Möglichkeiten, die Zusammenarbeit künftig noch stärker auf gemeinsame Projekte und Herausforderungen auszurichten.

Ein Schwerpunkt des Austauschs war die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Grenzregion. Diskutiert wurden unter anderem Potenziale im Bereich des Sporttourismus sowie Möglichkeiten, bestehende touristische Stärken stärker miteinander zu verknüpfen und gemeinsam weiterzuentwickeln. Ein weiteres Thema war die Entwicklung des audiovisuellen Sektors. Dabei ging es um die Zusammenarbeit mit Wallimage, der regionalen Wirtschafts- und Investitionsförderungsgesellschaft der Wallonie für die audiovisuelle Industrie und den Gaming-Sektor. Beide Minister sehen in der Kreativwirtschaft ein bedeutendes Zukunftsfeld mit Potenzial für Innovation, Beschäftigung und internationale Sichtbarkeit. Darüber hinaus wurde die Reaktivierung der Bahnstrecke Verviers–Eupen–Stolberg erörtert. Das Projekt wird von den beteiligten Partnern als wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Mobilität, zur wirtschaftlichen Entwicklung und zur besseren Vernetzung innerhalb der Euregio Maas-Rhein betrachtet. Auch das Einstein-Teleskop kam zur Sprache. Das internationale Forschungsprojekt bietet aus Sicht beider Minister große Chancen für Wissenschaft, Technologie, Innovation und hochwertige Beschäftigung in der gesamten Grenzregion. Die von Regionalminister Jeholet ins Leben gerufene Task Force arbeitet mit Hochdruck an der erfolgreichen Kandidatur. Abgerundet wurde das Gespräch durch einen Austausch über die wirtschaftliche Situation der Presse und die aktuellen Herausforderungen für die Medienlandschaft. Dabei wurde die Bedeutung unabhängiger und wirtschaftlich tragfähiger Medien für die demokratische Gesellschaft und den Medienpluralismus hervorgehoben. Gregor Freches erklärte nach dem Treffen: „Viele Herausforderungen machen heute nicht an Verwaltungs- oder Landesgrenzen halt. Deshalb ist es wichtig, dass wir regelmäßig den Dialog suchen und gemeinsam nach Lösungen suchen.“ Der Minister ergänzte: „Ostbelgien und die Wallonie verbindet viel. Wir haben gemeinsame Interessen und können in vielen Bereichen voneinander profitieren, sei es bei Wirtschaft, Tourismus, Mobilität oder Medien“, meinte Gregor Freches. Pierre-Yves Jeholet erklärte im Nachgang laut Mitteilung: „Wo manche Grenzen sehen, sehen wir Chancen. Unser Ziel ist klar: anders und effizienter zu arbeiten und vor allem unsere Stärken besser zu bündeln, um konkrete Projekte auf den Weg zu bringen, die vor Ort echte Ergebnisse liefern – sowohl für Unternehmen als auch für die Bürger.“ Beide Minister vereinbarten, den Austausch fortzusetzen und bestehende Kooperationsmöglichkeiten in den kommenden Monaten weiter zu konkretisieren. (red/sc)

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