Die laufenden Ermittlungen betreffen zunächst Aussagen von drei Frauen, die Patrick Bruel sexuelle Übergriffe und versuchte Vergewaltigungen zwischen 1997 und 2001 vorwerfen. Darüber hinaus geht es laut Staatsanwaltschaft um weitere Vorwürfe wegen Vergewaltigung oder versuchter Vergewaltigung, sexueller Übergriffe und Belästigung, die von anderen Frauen erhoben wurden.
Die Anwälte des Sängers erklärten, Bruel habe bereits vor mehreren Wochen mitgeteilt, dass er der Justiz zur Verfügung stehe, um im Rahmen des Verfahrens vor der zuständigen Behörde Stellung zu nehmen. Er werde alle Fragen der Ermittler beantworten und alle notwendigen Elemente vorlegen, „um seine Unschuld zu beweisen“, hieß es in der Mitteilung seiner Verteidiger.
Die Staatsanwaltschaft von Nanterre teilte außerdem mit, dass die Staatsanwaltschaft von Saint-Malo das Verfahren am 29. Mai 2026 an sie abgegeben habe. Dabei geht es um den Vorwurf einer Vergewaltigung, die Bruel 2012 in Dinard an einer damals 32-jährigen Frau begangen haben soll.
Auch eine offizielle Meldung der belgischen Behörden vom 1. Juni 2026 ist Teil der Ermittlungen. Sie betrifft Vorwürfe einer Vergewaltigung und eines sexuellen Übergriffs, die 2010 in Brüssel stattgefunden haben sollen. Die betroffene Frau war zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt 40 Jahre alt.
Der 67-jährige französische Star steht seit Tagen unter Druck. Er hatte bereits angekündigt, den Großteil seiner bevorstehenden Tournee abzusagen. Diese sollte Mitte Juni in Paris beginnen und ihn anschließend zu mehreren Festivals führen.
Für Patrick Bruel gilt die Unschuldsvermutung. (belga/rt)

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