Bei der EM 2021 und der WM 2022 gehörte Vanaken zwar zum belgischen Aufgebot, auf dem Platz spielte er jedoch praktisch keine Rolle. Gerade einmal eine Minute durfte er beim bedeutungslosen Gruppenspiel gegen Finnland ran. Nun spürt der Regisseur von „Blauw-Zwart“, dass sich die Vorzeichen verändert haben.
„Ich bin froh, wieder dabei zu sein“, sagte Vanaken am Donnerstag im Basecamp in Tubize. „Natürlich hofft man auf möglichst viele Einsatzminuten. Ich versuche jeden Tag, dem Nationaltrainer die Entscheidung so schwer wie möglich zu machen – im Training genauso wie in den Spielen.“
Der Routinier glaubt, dass seine Chancen auf Spielzeit dieses Mal größer sind als bei früheren Turnieren. „Damals war die Konkurrenz auf meiner Position enorm. Auch heute verfügt der Trainer über viele Optionen, aber die Situation ist anders. Viel wird davon abhängen, welche Spielweise er für dieses Turnier wählt.“
Vanaken sieht den Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders ohnehin als Stärke. „Jeder arbeitet darauf hin, in Topform zu sein. Das macht uns als Mannschaft stärker. Bei einem Turnier braucht man nicht nur eine gute Startelf, sondern auch Spieler, die von der Bank sofort helfen können. Wir haben viele verschiedene Qualitäten im Kader.“
Die Erinnerungen an die WM 2022 in Katar sind dagegen weniger erfreulich. Unter Ex-Coach Roberto Martinez saß Vanaken in allen drei Gruppenspielen auf der Bank, ehe Belgien überraschend bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste.
Parallelen zur aktuellen Vorbereitung sieht er dennoch. „Es gibt Unterschiede, aber auch viele Gemeinsamkeiten. Damals sind wir früher nach Katar gereist und haben noch gegen Ägypten getestet. Dieses Mal bleiben wir länger hier. Insgesamt fühlt sich die Vorbereitung aber ähnlich an.“
Noch schmerzhafter war für den Mittelfeldspieler die EM 2024 in Deutschland. Unter dem damaligen Nationaltrainer Domenico Tedesco spielte Vanaken praktisch keine Rolle mehr und wurde letztlich gar nicht für das Turnier nominiert. Doch darüber will der inzwischen 33-Jährige nicht mehr sprechen. „Das ist Vergangenheit“, sagte er mit einem Lächeln. „Ich glaube nicht, dass der Grund für mein Fehlen damals bei mir lag.“ (belga/calü)

Kommentare
Kommentar verfassen
0 Comment
Sie müssen angemeldet sein, um zu kommentieren.
AnmeldenRegistrieren