Synova statt CGSLB: Drittgrößte Gewerkschaft Belgiens erfindet sich neu

<p>Neuer Name, neues Erscheinungsbild: Die CGSLB tritt künftig unter dem Namen Synova auf und bezeichnet sich fortan als „freie Gewerkschaft“.</p>
Neuer Name, neues Erscheinungsbild: Die CGSLB tritt künftig unter dem Namen Synova auf und bezeichnet sich fortan als „freie Gewerkschaft“. | Grafik: Gewerkschaft

Mit dem Namenswechsel verabschiedet sich die Organisation zugleich von einem Begriff, der sie über mehr als ein Jahrhundert geprägt hat: Das Wort „liberal“ verschwindet vollständig aus ihrer Bezeichnung.

Für Präsident Gert Truyens ist dieser Schritt die logische Konsequenz einer Entwicklung, die bereits vor Jahren begonnen hat. „Dieser Begriff entsprach schon seit Langem nicht mehr der Realität“, erklärte er. Die liberale Gewerkschaft sei immer wieder mit den liberalen Parteien in Verbindung gebracht worden. „Dabei hatten wir schon seit Langem keinerlei Verbindung mehr zu ihnen“, betonte Truyens.

Mit der neuen Bezeichnung will die Arbeitnehmervertretung nach eigenen Angaben ihre Eigenständigkeit stärker hervorheben. Der Name Synova setzt sich aus dem griechischen Wortteil „syn“ für „gemeinsam“ und dem lateinischen „nova“ für „neu“ zusammen. Er soll den Erneuerungsprozess symbolisieren, den die Organisation seit Monaten vorantreibt.

Gleichzeitig kündigte die Gewerkschaft an, ihren Kurs als moderne Arbeitnehmervertretung weiter zu schärfen. „Wir setzen auf einen modernen Gewerkschaftsismus“, erklärte Truyens. Arbeitsniederlegungen und Demonstrationen seien für seine Organisation nicht das bevorzugte Mittel. „Für uns sind Streiks und Demos das allerletzte Mittel“, sagte der Präsident.

Nach Angaben der Gewerkschaft soll Synova künftig für eine unabhängige Interessenvertretung mit „freier Sichtweise und eigener Stimme“ stehen. (belga/calü)

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