„Der perfekte Zeitpunkt“: Belgiens Skeleton-Star Kim Meylemans beendet ihre Karriere

<p>Ein Schnappschuss von den Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo: Kim Meylemans beendet ihre Laufbahn.</p>
Ein Schnappschuss von den Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo: Kim Meylemans beendet ihre Laufbahn. | Foto: Photo News

Die in Deutschland geborene Athletin blickt auf die beste Saison ihrer Karriere zurück. Meylemans gewann erstmals den Gesamtweltcup, sicherte sich zum zweiten Mal den Europameistertitel und beendete die Saison als Nummer eins der Weltrangliste. Entsprechend zählte sie bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo zu den Medaillenanwärterinnen. Am Ende musste sie sich jedoch mit dem sechsten Platz zufriedengeben.

<p>Kim Meylemans Anfang Januar 2026 in Winterberg in Aktion</p>
Kim Meylemans Anfang Januar 2026 in Winterberg in Aktion | Foto: Photo News

Während der Spiele hatte Meylemans die aus ihrer Sicht ungleichen Voraussetzungen im internationalen Skeletonsport kritisiert. Nationen wie Deutschland und Großbritannien verfügten über deutlich größere finanzielle Mittel und seien dadurch bei Materialentwicklung und Ausrüstung im Vorteil.

Für Meylemans waren die Winterspiele in Italien die dritte Olympia-Teilnahme ihrer Karriere. Bei ihrem Debüt 2018 im südkoreanischen Pyeongchang belegte sie Rang 14. Vier Jahre später in Peking wurde ihre Vorbereitung von einer Corona-Infektion überschattet, sodass sie nicht über Platz 18 hinauskam. Bei Weltmeisterschaften erreichte sie ihre beste Platzierung 2024 mit der Silbermedaille.

<p>Nach EM-Titel und Weltcup-Sieg: Kim Meylemans sagt dem Skeleton Ade.</p>
Nach EM-Titel und Weltcup-Sieg: Kim Meylemans sagt dem Skeleton Ade. | Foto: Photo News

In einer emotionalen Botschaft auf Instagram blickte die Belgierin auf ihren Weg zurück. „In den vergangenen 16 Jahren hat mir der Skeletonsport mehr gegeben, als ich jemals für möglich gehalten hätte“, schrieb sie. Es sei ihr eine Ehre gewesen, Belgien bei drei Olympischen Spielen zu vertreten. Zudem sei sie die erste belgische Skeleton-Pilotin gewesen, die an Olympischen Spielen teilnahm, auf einem Weltcup-Podest stand und Weltcuprennen gewann.

Besonders stolz zeigt sich Meylemans auf die Erfolge der vergangenen Monate. Mit dem Gewinn des Gesamtweltcups und dem Sprung an die Spitze der Weltrangliste habe sie ihr größtes sportliches Ziel erreicht. Gleichzeitig habe sie die Winterspiele 2026 genießen können – ein wichtiger persönlicher Wunsch nach den schwierigen Erfahrungen von 2022.

„Manche werden mich für verrückt halten“, erklärte Meylemans weiter. „Aber für mich ist dies der perfekte Zeitpunkt, um aufzuhören – mit einem Herzen voller Dankbarkeit und erhobenem Haupt.“ (belga/calü)

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