Luc Hardy, Mitglied des Komitees, sieht trotz der vorgenommenen Anpassungen keine wesentliche Veränderung. „Wir befinden uns immer noch in derselben Art von Entwurf wie 2017“, sagt er gegenüber „La Meuse“.
Das Projekt sei zu sehr auf reine Bebauung ausgerichtet und zu dicht. „Es ist ein Viertel, das ausschließlich dem Bauen gewidmet ist, viel zu dicht besiedelt. Es braucht mehr Begegnungsräume, mehr Grün. Hier werden die Menschen aufeinanderhocken.“
Das Komitee nennt Mobilitätsprobleme, aber auch Bedenken hinsichtlich der Bodenqualität. Das Gelände hat eine Vergangenheit als Bergbaugebiet und soll früher als Deponie genutzt worden sein. „Es könnte Schwermetalle geben, die direkte Auswirkungen auf die künftigen Bewohner und das gesamte Viertel hätten, insbesondere durch die Erdbewegungen bei den Bauarbeiten“, warnt Luc Hardy. Und er bleibt grundsätzlich skeptisch: „Das ist schlecht konzipiert, unter anderem die Lage bestimmter Gebäude. So baut man keine Viertel mehr.“
Mathieu Scheen sieht das anders. Er betont, das Projekt sei genau deshalb überarbeitet worden, um den Forderungen der Gemeinde, der Region und der Anwohner gerecht zu werden. Die Zahl der Wohneinheiten sei gesenkt worden, freistehende Häuser stärker in den Vordergrund gerückt, wie es der Gemeinderat gewünscht hatte. Auch die Verkehrssicherheit sei verbessert worden, durch zusätzliche Beschilderung, Verkehrsinseln und Parkplätze. Scheen verweist auf den Bebauungsstatus des Geländes, der laut ihm 2023 vom zuständigen Minister bestätigt worden sei. „Wir wenden nur das Gesetz an. Manche wollen keinerlei Bebauung, trotz des Status des Geländes“, sagt er und spricht von einer Handvoll unnachgiebiger Anwohner, die jede Urbanisierung blockieren wollten.
Das Dossier ist seit Jahren eines der sensibelsten in der Region Verviers. (max)

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