Arla Foods und die DMK Group hatten ihre Fusionspläne bereits im Juni 2025 vorgestellt. Nach der Zustimmung der Genossenschaftsmitglieder fehlte zuletzt noch die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden. Diese liegt nun vor. Die EU-Kommission sieht keine Gefahr für den Wettbewerb und genehmigte den Zusammenschluss ohne Auflagen.
Nach Angaben der Wettbewerbshüter stehen beide Unternehmen zwar insbesondere bei der Beschaffung von Rohmilch in Konkurrenz. Dennoch gebe es ausreichend Wettbewerber auf dem Markt. Zudem sei Arla als Genossenschaft verpflichtet, die gesamte Milch ihrer Mitglieder abzunehmen und einen einheitlichen Milchpreis zu zahlen. Landwirte könnten außerdem zu anderen Genossenschaften wechseln, falls sie mit den Bedingungen unzufrieden seien.
Durch die Fusion entsteht Europas größte von Landwirten getragene Molkereigenossenschaft. Künftig werden rund 11.200 Milchbauern aus sieben europäischen Ländern zusammengeschlossen sein. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 28.800 Mitarbeiter und verarbeitet jährlich rund 19,4 Milliarden Kilogramm Milch. Der gemeinsame Umsatz liegt bei mehr als 20 Milliarden Euro.
Antwort auf die Herausforderungen der internationalen Agrarmärkte
Die Unternehmen sehen in der Fusion eine Antwort auf die Herausforderungen der internationalen Agrarmärkte. Größere Strukturen sollen die Investitionskraft stärken, die Wettbewerbsfähigkeit sichern und die Ernährungssicherheit in Europa unterstützen. Zugleich versprechen Arla und DMK ein breiteres Angebot an Milchprodukten, mehr Innovationen und bessere Möglichkeiten für Handel und Industrie. Das fusionierte Unternehmen wird unter dem Namen Arla auftreten und seinen Hauptsitz im dänischen Viby haben. Arla-Aufsichtsratschef Jan Toft Nørgaard sprach von einem „historischen Tag“ für die Genossenschaften und die europäische Lebensmittelproduktion. Sein DMK-Kollege Heinz Korte betonte die breite Unterstützung der Landwirte für den Zusammenschluss.
Welche konkreten Auswirkungen die Fusion auf den Standort Pronsfeld haben wird, ist bislang nicht bekannt. Die Unternehmen betonen jedoch, dass der Zusammenschluss auf einer langjährigen Partnerschaft beruhe und die bestehenden Produktionsstandorte eine wichtige Rolle im neuen Konzern spielen sollen. (boß/dpa/sc)

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