Zumindest für jene Interessenten (egal ob Kauf oder Neubau/Sanierung), die Wert legen auf eine angemessene Begrünung am Haus. Und bereit sind, in ihrem Budget einen teils stattlichen Aufpreis von zehn, zwölf oder gar fünfzehn Prozent für den künftig eigenen Garten zu veranschlagen. Wohlgemerkt… für die zusätzliche grüne Fläche.
Jedenfalls stößt die Ausgestaltung der anvisierten Gartenfläche preislich in eigene Dimensionen vor. Für eine Umsetzung durch einen Gartenbauer gemäß architektonischer Projektion darf in der Zwischenzeit inklusive Rasen, Terrasse, Wege, Pergola, Bepflanzung… als Basis 150 bis 180 € pro Quadratmeter veranschlagt werden. Kommen aufwändige Natursteinarbeiten, ausgefeilte Elektroinstallationen oder gar schmucke Wasserspiele hinzu, klettert der Preis kontinuierlich. Stets ausgerichtet an den persönlichen Vorlieben und Möglichkeiten!
Gleichzeitig ist ein gepflegter Garten nicht nur schön anzusehen, sondern kann nachfolgend erheblichen Einfluss auf den Wert der Immobilie als Ganzes haben. So mahnen Experten stets aufs Neue, beim Verkauf die (preisliche) Wertigkeit eines Gartens nicht zu unterschätzen. Konkret: Beim Verkauf einer Immobilie in guter Lage kann die Ausweitung und mehr noch der Zustand des Gartens ein Plus von 15.000 bis 50.000 € ausmachen. Von daher… Schon mit verhältnismäßig kleinen Maßnahmen und Schritten zur Aufwertung im Garten wie im Außenbereich lässt sich nachdrückliche Wirkung erzielen.
Leerstand kein Grund zur Vernachlässigung
Vielfach gilt in der Branche gar der Grundsatz, dass der Garten die Visitenkarte einer Immobilie ist - faktisch der erste Eindruck, den Kaufinteressenten bei einer Besichtigung wahr- und aufnehmen. Die Folge: Ein harmonisch gestalteter Garten stimmt grundsätzlich positiv. Ein verwilderter Vorgarten hingegen kann abschrecken. Potenzielle Käufer fragen sich, noch bevor sie das Haus überhaupt betreten haben, ob es drinnen genauso ungepflegt ist wie vor der Tür.
Um bei längerem Leerstand einer drohenden Verwilderung vorzubeugen, ist es in jedem Fall sinnvoll, den Garten durch einen professionellen Garten- und Landschaftspfleger in Schuss halten zu lassen, sofern die eigenen zeitlichen Freiräume eingeschränkt oder aber die individuellen Talente überschaubar sind.
Manchmal kann es finanziell ebenfalls lohnen, mit dem Verkauf einer Immobilie möglichst auf die geeignete Jahreszeit zu warten. Ein blühender Magnolienbaum im Frühling oder intensiv rotgefärbter wilder Wein an einer Grundstücksmauer - all das kann beim passenden Interessenten zum sprichwörtlichen „Tüpfelchen auf dem im I“ werden und letztlich zur Bereitschaft beitragen, ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen. Dennoch: Wenn die Lage des Anwesens insgesamt nicht stimmt, bringt auch die schönste Begrünung des Mülltonnenunterstands nichts.
Garten hilft Geld sparen
Wer seine Kaufentscheidung vom zusätzlichen „Zugriff“ auf einen (mittelgroßen) Garten abhängig macht, tut dies nicht ohne Grund. Jedenfalls ist ein Garten viel mehr als „nur“ die Möglichkeit, im Freien die Beine baumeln zu lassen oder ab und an mal den Rasen zu mähen. Ein Garten kann vielmehr ein Rückzugs- und Erholungsort sein. Wer Wert auf Ruhe und Entspannung legt, wird es schätzen, inmitten grüner Natur abzuschalten. Selbst wenn der Boom im unmittelbaren Nachgang zu Pandemie und Lockdown leicht abgeflaut ist. bleibt die Nachfrage nach Immobilien mitsamt Garten groß. Auch da sich der Wohnkomfort dergestalt deutlich steigern lässt. Ein Garten bietet nicht nur Erholung, sondern kann auch für Sport und Spiel genutzt werden. Einen weiteren Vorteil sehen Gartenbesitzer gerne in der Schonung der Haushaltskasse. Durch den Anbau von Gemüse und Obst lässt sich mit Blick auf den Preisanstieg für Lebensmittel gutes Geld sparen, das sonst im Supermarkt ausgegeben werden müsste. Also… Trotz Zeit und Mühe für Anlage und Pflege lohnt sich diese Investition allemal. Ein Gartengrundstück bietet demnach vielseitige Vorzüge.

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