Windparkprojekte im Süden Ostbelgiens in Gefahr?

<p>Düstere Wolken für Windparkprojekte in der Eifel?</p>
Düstere Wolken für Windparkprojekte in der Eifel? | Illustrationsfoto: dpa

Nach den bislang vorliegenden Informationen könnten diese Zonen erhebliche Auswirkungen auf die Entwicklungsmöglichkeiten der betroffenen Gemeinden haben – insbesondere im Bereich der Windenergie. „Für bestehende Projekte könnte ein Re-Powering aussichtslos werden, neue Projekte künftig sogar unmöglich“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Gemeinden und die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft bedauern ausdrücklich, dass die lokalen Behörden laut eigenen Angaben bislang nicht offiziell in die Überlegungen einbezogen wurden und viele zentrale Fragen weiterhin unbeantwortet bleiben würden: „Entscheidungen mit potenziell weitreichenden Folgen für die Region dürfen nicht ohne transparente Information und ohne Dialog mit den betroffenen Gemeinden getroffen werden. Es muss gewährleistet bleiben, dass die Interessen der Bevölkerung und die Zukunftsperspektiven der Region angemessen berücksichtigt werden.“

Gerade die Gemeinden der Deutschsprachigen Gemeinschaft hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Anstrengungen im Bereich der erneuerbaren Energien unternommen und möchten diesen Weg auch künftig weiter verfolgen. „Die Windenergie stellt für die Region einen wichtigen Bestandteil der Energiewende, des Klimaschutzes sowie finanzieller Erträge dar. Pauschale oder unverhältnismäßige Einschränkungen würden die Entwicklungsmöglichkeiten und potentiellen Einnahmequellen der Gemeinden nachhaltig beeinträchtigen“, lautet es darin weiter.

Eifelbürgermeister listen ihre Forderung an das Verteidigungsministerium auf.

Die Gemeinden und die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft fordern daher vom föderalen Verteidigungsministerium: „vollständige Transparenz über die geplanten Drohnenflugzonen und deren konkrete Auswirkungen; eine offizielle Einbindung und Konsultation der betroffenen Gemeinden; Klarheit über die rechtlichen Grundlagen und die vorgesehenen Entscheidungsprozesse; eine Bewertung der Auswirkungen auf Umwelt, Lebensqualität und regionale Entwicklung; die Berücksichtigung bestehender und geplanter Windkraftprojekte sowie der potentiellen Standorte künftiger Projekte; sowie die Prüfung möglicher Alternativen und verhältnismäßiger Lösungen.“

Die Eifelbürgermeister und die DG-Regierung erwarten einen konstruktiven Austausch mit den zuständigen föderalen Behörden. „Die Zukunft der Eifel darf nicht ohne die Eifel gestaltet werden“, so der Schlusssatz der Pressemitteilung. (red/ab)

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