Noch zu Beginn des ersten Satzes hatten Vandewinkel und Joint mit 1:4 zurückgelegen, drehten die Partie dann aber vollkommen zu ihren Gunsten. Damit fuhr die Limburgerin ihren ersten Sieg bei einem Grand Slam überhaupt ein. In der zweiten Runde (1/16-Finale) trifft das Paar entweder auf Aleksandra Krunic (Serbien) und Anna Danilina (Kasachstan) oder die beiden Tschechinnen Miriam Skoch und Jesika Maleckova.
Bei ihrer Grand-Slam-Premiere hatte sich Hanne Vandewinkel am Dienstag der Amerikanerin Madison Keys mit 3:6, 0:6 geschlagen geben müssen. „Ich bin dieses Spiel ohne großartige Erwartungen angegangen“, hatte sie im Anschluss gesagt: „Vor allem wollte ich davon profitieren, das habe ich getan. Wenn man mir vor zehn Jahren gesagt hätte, dass ich einmal bei Roland Garros starten würde, hätte ich das sofort unterschrieben.“ Mit Elise Mertens und Magali Kempen greifen am Donnerstag (Uhrzeiten jeweils noch offen) zwei weitere Belgierinnen ins Doppelgeschehen ein.
Zuvor ist Mertens auch im Einzel im Einsatz: Auf dem Weg ins Sechzehntelfinale muss sich die Weltranglisten-23. gegen die Polin Maja Chwalinska (WTA 114) beweisen. Als letztverbliebener Belgier im Herrentableau fordert Raphaël Collignon (ATP 62) zudem den favorisierten US-Amerikaner Ben Shelton (ATP 5) heraus. David Goffin bei seinem Paris-Abschied sowie Zizou Bergs waren jeweils beim Auftakt ausgeschieden, zudem trat Alexander Blockx aufgrund einer Knöchelblessur am Mittwoch nicht zu seinem Zweitrundenmatch gegen den Franzosen Alex De Minaur an.
Swiatek strauchelt – und kommt doch weiter
Fehlerhaft in die dritte Runde: Die viermalige Turniersiegerin Iga Swiatek hat auch ihr zweites Match bei Roland Garros gewonnen, dabei aber keine gute Leistung gezeigt. Die Polin siegte gegen Sára Bejlek aus Tschechien letztlich 6:2, 6:3. Swiatek schien bei großer Hitze in Paris Probleme mit den äußeren Bedingungen zu haben – insbesondere im zweiten Satz. Zahlreiche Bälle verschlug sie teilweise deutlich, ihre limitierte Gegnerin konnte das aber nicht entscheidend nutzen.
Swiatek hatte sich minutiös vorbereitet auf das Turnier und unter anderem mit Sandplatzkönig Rafael Nadal gearbeitet. Auch sie hatte sich angeschickt, sich eine Aura der scheinbaren Unbesiegbarkeit in Paris zu erarbeiten. 2025 scheiterte sie nach drei Triumphen in Folge aber im Halbfinale und hat den festen Vorsatz, diesmal ihre besondere Klasse wieder unter Beweis zu stellen.
Weiter geht es für die Weltranglistendritte, die neben Titelverteidigerin Coco Gauff aus den USA und der WTA-Nr. 1 Aryna Sabalenka zum engsten Kreis der Favoritinnen gehört, in der dritten Runde gegen Jelena Ostapenko aus Lettland oder ihre Landsfrau Magda Linette. (tf/belga/sid)


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