Der Vorfall begann gegen 5 Uhr morgens in einer Zelle, die von zwei Gefangenen belegt war. Einer der beiden Insassen blockierte den Zugang zur Zelle und bedrohte seinen Mithäftling. Daraufhin wurden sowohl die lokale als auch die föderale Polizei alarmiert. Auch Spezialeinheiten rückten an, um die Lage unter Kontrolle zu bringen.
Nach etwa drei Stunden gab der Häftling schließlich auf und ließ sich widerstandslos festnehmen. Er wurde verhaftet und soll voraussichtlich einem Untersuchungsrichter in Gent vorgeführt werden.
Der bedrohte Zellengenosse blieb körperlich unverletzt, wurde aber vom psychosozialen Dienst des Gefängnisses betreut. Laut Kathleen Van De Vijver, Sprecherin der Gefängnisverwaltung, war der Betrieb der Haftanstalt während des Einsatzes mehrere Stunden stark beeinträchtigt. Inzwischen laufe der Alltag im Gefängnis aber wieder normal.
Van De Vijver verwies zugleich auf die schwierigen Bedingungen in der Haftanstalt. In einem überfüllten Gefängnis führe die Kombination mit den derzeit hohen Temperaturen zu zusätzlichen Spannungen unter den Insassen. (belga/calü)

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