In der zweiten Runde treffen Bergs und Collignon auf die Sieger der Partie zwischen dem tschechisch-österreichischen Duo Petr Nouza/Neil Oberleitner und den Franzosen Theo Arribage/Albano Olivetti, die als Nummer 13 gesetzt sind.
Das Duo Bergs/Collignon nimmt erstmals gemeinsam an Roland Garros teil. Bergs war bereits im vergangenen Jahr im Doppel dabei – damals an der Seite des Niederländers Jesper de Jong –, schied jedoch in der ersten Runde aus.
Zizou Bergs (ATP 40) hatte am Sonntag im Einzel in der ersten Runde gegen den Tschechen Tomas Machac (ATP 43) in drei Sätzen mit 4:6, 4:6 und 3:6 verloren. Raphaël Collignon (ATP 62) qualifizierte sich dagegen am Pfingstmontag für die zweite Runde. Er besiegte den Australier Aleksandar Vukic (ATP 96) auf dem Pariser Sand in drei Sätzen mit 6:3, 6:3 und 7:6 (7:4). In Runde zwei wartet allerdings mit dem an Nummer fünf gesetzten Amerikaner Ben Shelton (ATP 5) ein deutlich schwererer Gegner.
Für Sander Gillé war es die siebte Teilnahme an Roland Garros. Der 35-jährige Limburger hatte 2024 gemeinsam mit seinem Landsmann Joran Vliegen noch das Finale erreicht. Im vergangenen Jahr schied er an der Seite des Polen Jan Zielinski ebenfalls bereits in der ersten Runde aus. Mit Verbeek trat er nun erstmals gemeinsam im Hauptfeld an.
Blockx muss verletzt absagen
Eine Hiobsbotschaft für den belgischen Tennis folgte am späten Dienstagnachmittag: Alexander Blockx musste sein Zweitrundenmatch vom Mittwoch gegen den Franzosen Alex De Minaur verletzungsbedingt absagen. Beim Training war er mit dem Knöchel umgeknickt. De Minaur zieht somit kampflos in die dritte Runde ein. Am Abend schied zudem Hanne Vandewinkel chancenlos gegen die US-Amerikanerin Madison Keys aus (3:6, 0:6).
Kampf der Generationen: Kouamé schreibt Geschichte
Im Einzel hat der 17-jährige Moïse Kouamé den Kampf der Generationen gewonnen und bei seiner Grand-Slam-Premiere auf Anhieb Tennis-Geschichte geschrieben. Der junge Franzose setzte sich frenetisch angefeuert vom heimischen Publikum gegen den 20 Jahre älteren Kroaten Marin Cilic mit 7:6 (7:4), 6:2, 6:1 durch. Kouamé, der erst Mitte März seinen 17. Geburtstag gefeiert hatte, dominierte den früheren US-Open-Champion Cilic in den Sätzen zwei und drei. Er ist damit der jüngste Spieler in der Profi-Ära, der einen Grand-Slam-Sieger im Herreneinzel bei Roland Garros besiegen konnte. Seit 1991 hat auch kein jüngerer Spieler als er ein Hauptrundenmatch bei den Männern gewonnen.
Kouamé, der vom französischen Ex-Profi Richard Gasquet trainiert wird, wollte sein erstes Match auf der Grand-Slam-Bühne auch genießen. Vielleicht könne er bei allem Ehrgeiz „auch ein bisschen loslassen und etwas Abstand gewinnen und betrachten, was ich eigentlich tue“, hatte der Teenager bei einer Pressekonferenz am Medientag gesagt: „Wenn ich also Roland Garros nicht genießen kann, was würde mir dann im Leben allgemein Freude bereiten?“
Hingegen fügte Daniil Medwedew seiner unbefriedigenden Sandplatz-Karriere ein weiteres bitteres Kapitel hinzu. In der ersten Runde von Paris flog der US-Open-Sieger von 2021 nach einer schwachen Leistung gegen den australischen Weltranglisten-97. Adam Walton ganz früh aus dem Turnier. Medwedews bestes Ergebnis in der französischen Hauptstadt bleibt nach dem 2:6, 6:1, 1:6, 6:1, 4:6 in der Mittagshitze damit der Viertelfinaleinzug von 2021. Dabei hatte sich der Weltranglistenachte zuletzt auf Sand eigentlich gefangen. Nach einem peinlichen 0:6, 0:6 in Monte Carlo gegen den Italiener Matteo Berrettini erreichte er beim Masters in Rom sogar das Halbfinale.
Mit der Roten Asche wird sich Medwedew in seiner Laufbahn aber wohl nicht mehr anfreunden können. „Für mich ist es einfach nur schmutzig. Nach einer Sandsession kannst du deine Socken wegwerfen, das Auto wird nach dem Training dreckig. Ich mag es einfach nicht“, hatte er einst über den ungeliebten Belag gesagt. Gegen Walton produzierte er viel zu viele Fehler, im letzten Aufschlagspiel spielten ihm dann auch noch die Nerven einen Streich. „Es war ein Auf und Ab heute“, freute sich Walton, der erstmals bei einem Major-Turnier in die zweite Runde einzog. „Ich bin wirklich zufrieden mit meiner Leistung.“
Erst holprig, dann deutlich: Sabalenka weiter
Die Vorbereitung verlief holprig, der Auftakt in den Sandplatz-Grand-Slam teilweise auch: Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka hat bei Roland Garros letztlich locker die zweite Runde erreicht, dabei aber noch nicht geglänzt. Die viermalige Major-Siegerin, die in Paris noch auf einen Titel wartet, schlug die Spanierin Jéssica Bouzas Maneiro mit 6:4, 6:2. Die Sand-Saison hatte für die Mitfavoritin aus Belarus nicht gut begonnen. Beim Turnier in Madrid scheiterte Sabalenka im Viertelfinale, in Rom sogar bereits in der zweiten Runde. Nun hofft sie auf eine deutliche Leistungssteigerung – am besten schon im kommenden Match gegen Linda Fruhvirtova oder Elsa Jacquemot am Donnerstag.
Gaël Monfils verabschiedete sich indes von den French Open – für immer. Der 39-Jährige hatte im Oktober angekündigt, seine Karriere nach dieser Saison beenden zu wollen. Im Erstrundenduell mit Landsmann Hugo Gaston stemmte er sich nach einem Zwei-Satz-Rückstand leidenschaftlich gegen die Niederlage, musste sich am Ende aber mit 2:6, 3:6, 6:3, 6:2, 0:6 geschlagen geben. (belga/sid/dpa/tf/mn)

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