Der 21-jährige Antwerpener setzte sich in der ersten Runde von Roland Garros souverän gegen den Hongkonger Coleman Wong (ATP 109), der als Lucky Loser ins Hauptfeld gerückt war, mit 6:3, 6:4 und 6:2 durch.
Der belgische Nummer-eins-Spieler (ATP 37) dominierte die Partie über die gesamte Distanz und ließ seinem Gegner kaum Möglichkeiten. Lediglich einen Breakball musste Blockx zulassen. Besonders stark präsentierte er sich bei eigenem Aufschlag und gewann 83 Prozent der Punkte nach dem ersten sowie 77 Prozent nach dem zweiten Service. Wer im zweiten Durchgang auf Blockx wartet, steht noch nicht fest. Möglich sind ein Duell mit dem Australier Alex De Minaur (ATP 9), an dem der Belgier bereits im April in Monte-Carlo gescheitert war, oder mit dem britischen Qualifikanten Toby Samuel. Gegen Samuel gewann Blockx bislang das einzige direkte Duell auf ITF-Ebene. Weniger erfolgreich verlief der Auftakt für Zizou Bergs. Der Weltranglisten-40. unterlag dem Tschechen Tomas Machac in drei Sätzen. Raphaël Collignon greift am Montag gegen den Australier Aleksandar Vukic ins Turnier ein.
Für Aufsehen sorgte unterdessen der Franzose Arthur Géa abseits des Sportlichen. Während seines Erstrundenmatches gegen Karen Chatschanow bat der 21-Jährige beim Stand von 1:4 im ersten Satz um eine sofortige Toilettenpause. „Ich habe Durchfall und muss dringend auf die Toilette“, erklärte er dem Schiedsrichterstuhl. Nach Ende des laufenden Spiels durfte er den Platz verlassen und kehrte anschließend unter Applaus zurück. Die Partie verlor er später deutlich in drei Sätzen.
Emotional wurde es bei Marta Kostjuk. Die Ukrainerin berichtete nach ihrem Erstrundensieg gegen Oksana Selekhmeteva, dass am Morgen eine Rakete in der Nähe des Hauses ihrer Eltern eingeschlagen sei. Sie habe deshalb vor dem Match viel geweint. Trotz der Belastung gewann die 23-Jährige mit 6:2 und 6:3 und widmete ihren Erfolg den Menschen in der Ukraine. Den traditionellen Handschlag am Netz verweigerte sie ihrer russischstämmigen Gegnerin erneut – eine Haltung, die sie seit Beginn des russischen Angriffskriegs konsequent beibehält. Mit inzwischen zwölf Siegen in Serie zählt Kostjuk inzwischen zu den Mitfavoritinnen in Paris. (belga/sid/sc)

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