Die Etappe galt eigentlich als sichere Angelegenheit für die Sprinter, doch ein Ausreißerquartett durchkreuzte die Pläne der Teams, die auf einen Sieg in Mailand gesetzt hatten. Für den 29-jährigen Fredrik Dversnes, Fahrer des Teams Uno-X Mobility, war es bereits der siebte Profisieg seiner Karriere.
Der Italiener Mirco Maestri (Polti VisitMalta) belegte Rang zwei vor seinem Landsmann Martin Marcellusi (Bardiani CSF 7 Saber). Auch der vierte Ausreißer des Tages, der Italiener Mattia Bais (Polti VisitMalta), rettete sich als Vierter vor dem heranrasenden Hauptfeld ins Ziel. Die Zeiten für die Gesamtwertung wurden bereits 16 Kilometer vor dem Ziel beim vorletzten Überqueren der Ziellinie neutralisiert. Der Däne Jonas Vingegaard (Visma–Lease a Bike), der am Vortag nach dem Bergfinale in Gressan-Pila die Gesamtführung übernommen hatte, verteidigte das Rosa Trikot. Die vier Ausreißer bestimmten das Rennen und hielten dem späten Angriff des Pelotons stand – entgegen allen Erwartungen kam es nicht zum Massensprint.
Am Montag steht der dritte Ruhetag an. Danach folgt am Dienstag die 16. Etappe über 113 Kilometer in der Schweiz mit Start in Bellinzona und Bergankunft am Erstkategorie-Anstieg nach Cari. Das ist der Auftakt zur entscheidenden letzten Giro-Woche. Das Finale des Rennens steigt am kommenden Sonntag in Rom. (belga/sc)

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