Ein Rahmenabkommen sei „weitgehend“ ausgehandelt, erklärte Trump am Samstag auf seiner Plattform Truth Social. Eine endgültige Einigung müsse jedoch noch von den USA, dem Iran und weiteren beteiligten Staaten abgeschlossen werden. Nach Angaben Trumps werden derzeit die letzten Details verhandelt. Bestandteil der Vereinbarung sei auch eine Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus – der zentralen Schifffahrtsroute für den weltweiten Öl- und Gastransport.
Trump erklärte zudem, er habe in einer Telefonrunde mit mehreren Staats- und Regierungschefs aus der Region über den Konflikt beraten, darunter mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Jordaniens König Abdullah II., Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi sowie dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman. Separat habe er mit Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu gesprochen. Auch aus Teheran kamen Signale, dass die Gespräche Fortschritte machen. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im iranischen Staatsfernsehen, die Ausarbeitung eines Memorandums zwischen den USA und dem Iran befinde sich in der Schlussphase. Dieses solle zunächst den Rahmen für weitere Verhandlungen schaffen. Innerhalb von 30 bis 60 Tagen könnten anschließend Details in einem geplanten 14-Punkte-Abkommen geklärt werden – darunter die Beendigung des Kriegs, Fragen rund um das iranische Atomprogramm sowie eine mögliche Lockerung der Sanktionen.
Unmittelbar nach Trumps Ankündigung widersprach Teheran jedoch dessen Darstellung zur Straße von Hormus. Die Meerenge werde auch bei einer Einigung „unter voller iranischer Verwaltung und Souveränität bleiben“, erklärte ein iranischer Militärsprecher. Die staatliche Nachrichtenagentur Fars betonte, eine höhere Zahl an Schiffspassagen bedeute keine Rückkehr zum Zustand vor Kriegsbeginn. Die Straße von Hormus steht seit Beginn des Konflikts faktisch unter iranischer Kontrolle. Obwohl Teheran offiziell von keiner Blockade spricht, ist der Schiffsverkehr zuletzt stark eingeschränkt worden – mit spürbaren Auswirkungen auf die internationalen Energiemärkte. Nach iranischen Angaben sollen künftig wieder mehr Schiffe die Route passieren können, ohne dass der Iran seine Kontrolle über die Meerenge aufgibt. (dpa/sc)

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