Die belgische Mannschaft ist bei den 17. Weltmeisterschaften der Damen und Herren im Schere-Sportkegeln in Langenfeld ohne Spitzenplatzierung geblieben. Wie der VDK mitteilt, bestand das sechsköpfige Aufgebot je zur Hälfte aus Spielern des französischsprachigen Verbands und des Verbands Deutschsprachiger Kegler (VDK). Für diesen gingen Jonathan Heinig sowie Daniel und Marcel Weinholz an den Start. Alle drei spielen für den KSK Eupen-Raeren.
Begonnen hatte die WM am Donnerstag mit dem offiziellen Training, ehe am Abend die Eröffnungsfeier stattfand. Bereits im Vorfeld war klar, dass die belgische Auswahl in einem stark besetzten Teilnehmerfeld nur schwer in die Nähe der Medaillenränge kommen würde. Vier der sechs Spieler waren WM-Neulinge. Zudem war Landessportwart Marc Authelet ursprünglich nur als Reservespieler vorgesehen, musste wegen der gesundheitlichen Probleme seines Sohnes Christopher Authelet dann aber selbst eingreifen. Insgesamt nahmen 13 Nationen an den Titelkämpfen teil: Belgien, Brasilien, Deutschland, Frankreich, Indien, Kroatien, Luxemburg, Marokko, die Niederlande, Nordmazedonien, Spanien, Serbien und die Türkei.
Das beste belgische Ergebnis in den Einzelwettbewerben gelang Marcel Weinholz über 120 Wurf. Im Vorlauf belegte er mit 823 Holz den 13. Platz. Christopher Authelet erreichte mit 782 Holz Rang 15. Beide schafften damit den Sprung ins Viertelfinale. Dort war für die beiden Belgier jedoch Endstation: Authelet kam mit 794 Holz auf Platz zwölf, Weinholz mit 788 Holz auf Platz 13. Für den Einzug in die nächste Runde reichte das nicht.
Auch über 80 Wurf blieb die belgische Mannschaft ohne Weiterkommen. Marcel Weinholz erreichte mit 512 Holz den 20. Platz, Luca Di Felice kam mit 492 Holz auf Rang 22, Marc Authelet folgte mit 491 Holz auf Platz 23. Damit schieden alle drei belgischen Starter bereits im Vorlauf aus.
Im Tandemwettbewerb ergab sich ein ähnliches Bild. Marcel Weinholz und Luca Di Felice belegten mit 421 Holz den 13. Platz. Daniel Weinholz und Jonathan Heinig kamen mit 400 Holz auf Rang 15. Bei 16 angetretenen Paaren bedeutete auch das für beide belgischen Duos das frühe Aus. Im Mannschaftswettbewerb landete Belgien auf dem siebten und letzten Platz.
Eine kleine Hoffnung auf eine Überraschung bestand noch im Sprintwettbewerb, in dem einzelne Duelle mitunter einen offenen Verlauf nehmen können. Doch auch dort blieb der belgische Durchbruch aus. Marcel Weinholz und Marc Authelet scheiterten bereits in der ersten Runde. Luca Di Felice erreichte als einziger belgischer Starter die zweite Runde, musste sich dort aber ebenfalls geschlagen geben.
Die Titelkämpfe wurden insgesamt von Deutschland dominiert. Die deutsche Auswahl gewann den Großteil der Entscheidungen. Für eine der spannendsten Entscheidungen sorgte jedoch Luxemburg im Mannschaftswettbewerb: Deutschland und Luxemburg kamen auf die gleiche Holzzahl, die besseren Abräumergebnisse gaben schließlich den Ausschlag zugunsten der Mannschaft aus dem Großherzogtum.
Eine besondere sportliche Marke endete im Herren-Einzel über 120 Wurf. André Laukmann, der seit 2013 sechsmal in Folge Weltmeister geworden war, musste sich diesmal mit Silber begnügen. Neuer Weltmeister wurde sein Landsmann Marjan Leis. Bei den Damen gewann Yvonne Ruch den Titel über 120 Wurf. Für sie war es der fünfte WM-Erfolg. Zugleich verabschiedete sie sich aus der deutschen Nationalmannschaft. Bei der Ehrung durch den DSKB wurde es laut VDK entsprechend emotional. (red/kupo)

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