Arne Engels trifft: Celtic entreißt Hearts den schottischen Meistertitel

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Arne Engels war vom Punkt erfolgreich. | Foto: Photo News

Celtic ist zum 56. Mal schottischer Fußballmeister. Der Traditionsclub aus Glasgow setzte sich am Samstag am letzten Spieltag der Premiership mit 3:1 gegen Heart of Midlothian durch und zog damit in letzter Minute noch an den Gästen aus Edinburgh vorbei. Für Hearts platzte damit der Traum vom ersten Meistertitel seit 1960.

Die Partie stand von Beginn an unter enormer Spannung. In einer nervösen ersten Halbzeit fiel der erste Treffer kurz vor der Pause – allerdings für Hearts. Lawrence Shankland, früher bei Beerschot aktiv, brachte die Gäste in der 43. Minute per Kopf mit 1:0 in Führung.

Celtic antwortete aber noch vor dem Halbzeitpfiff. Nach einem Handspiel im Strafraum trat Arne Engels in der Nachspielzeit zum Elfmeter an und verwandelte zum 1:1. Der Rote Teufel gab Celtic damit neue Hoffnung im Titelrennen.

Nach dem Seitenwechsel drängte die Heimmannschaft auf den Siegtreffer. Lange hielt Hearts dagegen, doch in der 88. Minute brach Daizen Maeda den Widerstand der Gäste. Nach Vorlage des eingewechselten Callum Osmand schob er zum 2:1 ein. Zunächst ging die Abseitsfahne hoch, doch der VAR griff ein und bestätigte den Treffer.

In der Nachspielzeit warf Hearts alles nach vorne – sogar Torhüter Alexander Schwolow rückte mit auf. Celtic nutzte den freien Raum: Osmand traf in der 98. Minute ins leere Tor zum 3:1. Unmittelbar danach stürmten jubelnde Celtic-Fans den Platz, kurz darauf wurde die Partie beendet.

Für Celtic ist es der 14. Meistertitel in den vergangenen 15 Spielzeiten. Mit nun 56 Titeln ist der Club alleiniger Rekordmeister Schottlands. Der Erzrivale Rangers steht bei 55 Meisterschaften. Der letzte Titelgewinn eines anderen Vereins liegt lange zurück: 1985 wurde Aberdeen unter Trainerlegende Sir Alex Ferguson Meister.

Hearts verpasste dagegen denkbar knapp den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte – und den ersten seit 66 Jahren.

In einer sportlich bedeutungslosen Partie gewann Rangers, das bereits als Tabellendritter feststand, mit 5:2 gegen Falkirk. Der Belgier Tuur Rommens, zuvor beim KVC Westerlo aktiv, spielte 80 Minuten und bereitete den Treffer zum 4:2 vor. Nationalspieler Nicolas Raskin, der für die Weltmeisterschaft eingeplant ist, stand wegen einer leichten Verletzung nicht im Kader. (belga/calü)

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