Die junge Sportlerin litt seit rund drei Jahren an einem seltenen sogenannten Ewing-Sarkom, einer aggressiven Form von Knochenkrebs. Anfang Mai hatte sie selbst noch erklärt, dass die Chemotherapie abgebrochen werden müsse, weil ihr Körper keine Blutzellen mehr produziere. „Mein Körper kann nicht mehr folgen“, schrieb sie damals.
Jilke Michielsen galt als großes Talent des belgischen Radsports. 2022 wurde sie belgische Meisterin bei den Anfängerinnen auf der Straße, ein Jahr später holte sie den nationalen Titel im Einzelzeitfahren ihrer Altersklasse. Auch auf der Bahn feierte sie Erfolge: In der Kategorie Omnium gewann sie ebenfalls einen belgischen Meistertitel.

Bei der Juniorinnen-Rundfahrt von Flandern 2022 belegte sie zudem Rang acht. Die Diagnose erhielt Michielsen im Alter von 16 Jahren. Zunächst hatte sie über starke Rückenschmerzen geklagt, die sich später als Symptome des Tumors herausstellten. Nach intensiven Behandlungen galt sie im Sommer 2024 vorübergehend als krebsfrei, ehe die Krankheit Anfang dieses Jahres zurückkehrte. Schon damals erklärten die Ärzte, die Chemotherapie könne den Krebs nur noch bremsen, nicht mehr heilen. (belga/vrt/sc)

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