Französische Gemeinschaft: Mehrheit aus MR und Les Engagés weist mehrere Initiativen der Opposition zurück

<p>FG-Ministerin Valérie Glatigny</p>
FG-Ministerin Valérie Glatigny | Foto: belga

Verschiedenen Quellen zufolge steigt derzeit die Zahl der Schüler, die nicht mehr zur Schule gehen wollen. Dieses Phänomen betreffe zudem immer jüngere Schüler. Um dem entgegenzuwirken, forderte die Opposition ein besseres Monitoring sowie zusätzliche personelle und finanzielle Mittel. Die Anträge äußerten zudem Besorgnis über die Entscheidung von Bildungsministerin Valérie Glatigny (MR), den unter der vorherigen Legislaturperiode ausgearbeiteten Plan zur Bekämpfung des Schulabbruchs auf Eis zu legen. Wie erwartet wurden die drei Anträge von den Abgeordneten der Mehrheit abgelehnt. Im Namen der Mehrheit erklärte Nicolas Janssen (MR), die Aussetzung des Aktionsplans gegen Schulabbruch sei auf Wunsch der Akteure vor Ort beschlossen worden, um mehr Zeit für dessen Umsetzung zu haben. „Eine schlecht vorbereitete Reform, die mit Gewalt durchgesetzt wird, ist übereilt“, erklärte der liberale Abgeordnete. Er versicherte zugleich, dass die Ziele des Plans keineswegs aufgegeben würden.

Im gleichen Zuge blockierte die Mehrheit aus MR und Les Engagés am Mittwoch im Plenum auch eine von der Opposition PS eingebrachte Resolution. Darin wurde die Regierung aufgefordert, dringend zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen, um die ordnungsgemäße Organisation des ersten Sekundarschuljahres zum kommenden Schuljahresbeginn sicherzustellen. Der Schulstart 2026 wird nämlich durch die Einführung des neuen gemeinsamen Grundcurriculums in der Sekundarstufe sowie durch die Reform der differenzierten Förderung geprägt sein. Diese richtete sich bislang an Schüler, die ihr CEB am Ende der sechsten Primarschulklasse nicht bestanden hatten. Die Abgeordnete Stéphanie Cortisse (MR) begründete die Ablehnung des PS-Textes mit der Arbeit der Regierung. Der Vorentwurf des Dekrets zur Klärung der Organisation dieses neuen ersten Sekundarschuljahres soll nämlich am Freitag in dritter Lesung im Ministerrat verabschiedet werden. Der Text dürfte daher innerhalb der nächsten 15 Tage im Parlament behandelt werden, fügte sie hinzu. (belga/sc)

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