Entwarnung für zwei Belgier nach Hantavirus-Fällen auf Kreuzfahrtschiff

<p>Rettungskräfte sind am Kreuzfahrtschiff „Hondius“ in der Nähe des Hafens von Granadilla im Einsatz.</p>
Rettungskräfte sind am Kreuzfahrtschiff „Hondius“ in der Nähe des Hafens von Granadilla im Einsatz. | Foto: Europa Press Canarias/dpa

Die beiden Betroffenen sind inzwischen nach Hause in Flandern zurückgekehrt. Dort müssen sie nun eine sechswöchige Quarantäne einhalten. Die flämische Gesundheitsbehörde Departement Zorg wird täglich Kontakt mit ihnen aufnehmen, um ihren Gesundheitszustand weiter zu überwachen.

Die beiden belgischen Passagiere waren am Sonntag von Teneriffa, wo das Kreuzfahrtschiff vor Anker lag, nach Eindhoven ausgeflogen worden. Von dort wurden sie zur Untersuchung in die Antwerpener Uniklinik UZA gebracht. Dort erfolgten die Tests auf das Hantavirus.

An Bord der „Hondius“ waren im vergangenen Monat mehrere Menschen mit der Andes-Variante des Hantavirus infiziert worden. Drei Personen sind bislang ums Leben gekommen. Inzwischen wurden alle Passagiere und Besatzungsmitglieder von dem Schiff evakuiert und in ihre jeweiligen Heimatländer zurückgebracht. Die meisten Betroffenen müssen nach ihrer Rückkehr in Quarantäne – teils verpflichtend, teils freiwillig.

Das Schiff, das von Argentinien in Richtung Teneriffa unterwegs war, gilt vermutlich nicht als Quelle des Virus. Es wird angenommen, dass sich die ersten Erkrankten bereits vor der Kreuzfahrt bei einem Landausflug in Südamerika durch Kontakt mit Nagetieren infiziert haben.

Im Gegensatz zu den in Europa üblichen Hantaviren kann die Andes-Variante in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen werden. Deshalb gelten besonders strenge Isolationsmaßnahmen. (belga/calü)

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