Die beiden Belgier waren am Sonntag gemeinsam mit 24 weiteren Passagieren auf dem Flughafen Eindhoven gelandet. Von dort wurden sie zur weiteren Untersuchung in die Antwerpener Uniklinik (UZA) gebracht.
In dem Krankenhaus sollen die beiden nun umfassend medizinisch untersucht werden. Neben einer klinischen Kontrolle ihres Gesundheitszustands werden auch spezielle Bluttests durchgeführt, um eine mögliche Infektion mit dem Hantavirus auszuschließen. Mit ersten Ergebnissen wird frühestens am Montagabend gerechnet.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gilt das Ansteckungsrisiko derzeit als „gering“. Dennoch habe das medizinische Personal beim Transport ins Krankenhaus sämtliche notwendigen Schutzmaßnahmen getroffen, um eine mögliche Übertragung zusätzlich zu minimieren.
Sollten die Ärzte der Uniklinik feststellen, dass die beiden Betroffenen keine Symptome zeigen und gesund sind, dürfen sie ihre Quarantäne zu Hause fortsetzen. Falls jedoch Symptome auftreten oder ein positiver Test vorliegt, bleiben sie in Isolation und werden weiterhin im Krankenhaus betreut.
Die Gesundheitsbehörden appellierten zudem daran, die Privatsphäre der Betroffenen zu respektieren.
Drei Tote nach Ausbruch
Auf dem niederländischen Expeditionskreuzfahrtschiff „Hondius“ waren in der vergangenen Woche mehrere Menschen mit der Andes-Variante des Hantavirus infiziert worden. Drei Personen kamen inzwischen ums Leben. Passagiere aus verschiedenen Ländern wurden mittlerweile in ihre Heimatländer ausgeflogen.
Das Schiff, das von Argentinien in Richtung Teneriffa unterwegs war, wird vermutlich nicht die Quelle der Viren. Es wird angenommen, dass sich die ersten Erkrankten bereits vor der Kreuzfahrt bei einem Landausflug in Südamerika durch den Kontakt mit Nagetieren infiziert haben.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko für die allgemeine Bevölkerung als gering ein. Im Gegensatz zu den in Europa üblichen Hantaviren kann die Andes-Variante jedoch in seltenen Fällen von Mensch zu Mensch übertragen werden, was strenge Isolationsmaßnahmen erforderlich macht. (belga/calü)

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