Damit wächst der Druck auf die Airline, obwohl sie nach eigenen Angaben die Auswirkungen teilweise abfedern konnte. Möglich sei das dank der Strategie der Lufthansa Group, Treibstoffpreise frühzeitig abzusichern.
Das erste Quartal gilt in der Luftfahrt traditionell als schwierig – und auch dieses Mal schreibt Brussels Airlines rote Zahlen. Der operative Verlust belief sich auf 55 Millionen Euro, leicht mehr als im Vorjahreszeitraum. Als Belastungsfaktoren nennt das Unternehmen neben den geopolitischen Entwicklungen auch die nationale Gewerkschaftsaktion vom 12. März, die den Flugverkehr erheblich störte.
Dabei hatte das Jahr zunächst vielversprechend begonnen. In den ersten drei Monaten führte Brussels Airlines rund 15.000 Flüge durch – elf Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Passagiere stieg sogar um 14,5 Prozent auf 1,88 Millionen. Besonders stark blieb die Nachfrage auf den Strecken nach Subsahara-Afrika.
Auch die Einnahmen legten zu und erreichten 343 Millionen Euro. Gleichzeitig stiegen jedoch die Kosten deutlich schneller an – unter anderem wegen des teureren Treibstoffs.
Für die kommenden Sommermonate zeigt sich die Airline deshalb vorsichtig. Konkrete Prognosen will das Unternehmen angesichts der internationalen Lage nicht abgeben. Dennoch plant Brussels Airlines, die Kapazitäten auf europäischen Strecken auszubauen. Möglich wird das unter anderem durch gestrichene Flüge in den Nahen Osten sowie den früheren Einsatz eines neuen Airbus A320neo.
Die Fluggesellschaft setzt nach eigenen Angaben weiterhin auf einen „vorsichtigen und flexiblen Ansatz“ – mit Fokus auf zuverlässigen Betrieb, Kostenkontrolle und stabilem Kundenservice. (belga/calü)

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