Was einst klein begann, hat sich längst zu einer festen Größe im ostbelgischen Veranstaltungskalender entwickelt. Rund 220 Teilnehmer werden erwartet – etwa 75 Menschen mit Beeinträchtigung, dazu rund 70 Gespanne, Trikes und etwa 20 Solomaschinen.
Ein Erlebnis für Menschen mit Unterstützungsbedarf
Die Sonnenfahrt ist längst mehr als nur eine gemeinsame Ausfahrt. Sie steht für gelebte Inklusion – ohne großes Aufheben, aber mit spürbarer Wirkung.
Menschen mit Unterstützungsbedarf sitzen hier nicht am Rand, sondern mittendrin: im Beiwagen, auf dem Sozius oder als Teil eines Konvois, der sich Jahr für Jahr neu formiert. Die Route 2026 führt in drei Etappen durch die Eifel. Los geht es auf dem Schulhof der Bischöflichen Schule in St.Vith. Von dort führt die Strecke über Emmels, Recht, Ligneuville und Montenau in Richtung Amel und Meyerode. Gegen 11 Uhr ist dort eine erste Pause vorgesehen.

Im zweiten Abschnitt geht es weiter über Mackenbach, Alfersteg und Lommersweiler bis ins Ourtal. Ziel ist Burg-Reuland, wo im ViDo zwischen 13 und 15 Uhr die Mittagspause stattfindet. Für die Organisatoren ist dieser Halt mehr als nur ein Programmpunkt. Hier kommen Fahrer, Mitfahrer und Helfer ins Gespräch. Oft entstehen genau dort die Begegnungen, die den Tag prägen und nicht selten auch Kontakte, die über die Veranstaltung hinaus bestehen bleiben. Die dritte Etappe führt über Grüfflingen, Thommen, Braunlauf und Rodt zurück nach St. Vith. Am späten Nachmittag trifft der Konvoi wieder am Ausgangspunkt ein.
Der Tag beginnt bereits ab 8 Uhr mit einem Frühstück auf dem Gelände der Bischöflichen Schule. In lockerer Atmosphäre kommen die Teilnehmer an, tauschen sich aus und bereiten sich auf die Fahrt vor. Um 10 Uhr gibt Bürgermeister Werner Henkes den Startschuss. Danach setzt sich der Tross in Bewegung, organisiert, begleitet und routiniert wie in den vergangenen Jahren. Gegen 16 Uhr kehren die Teilnehmer zurück. Dann stehen Kaffee, Kuchen und die Verleihung von Urkunden auf dem Programm. Der Abschluss ist bewusst ruhig gehalten, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen.
Was auf der Straße reibungslos wirkt, ist im Vorfeld mit viel Aufwand verbunden. Ein eingespieltes Team kümmert sich um Planung und Ablauf. Unterstützt werden die Organisatoren von zahlreichen Ehrenamtlichen. Streckenposten, medizinische Betreuung und technische Hilfe greifen ineinander. Ohne dieses Engagement wäre die Sonnenfahrt nicht möglich. Neben den Helferinnen und Helfern des Kgl. Auto-Moto-Club St.Vith und des Motorradclubs „Snoopy’s“ tragen auch zahlreiche Sponsoren zum Gelingen bei, darunter die Serviceclubs Table Ronde St.Vith und Eupen, Kiwanis St.Vith sowie die Cera Foundation. Sie bilden das Rückgrat der Veranstaltung.
Kurzentschlossene Teilnehmer sind willkommen.
Wer sich dem Konvoi noch anschließen möchte, sollte sich zeitnah anmelden und am Veranstaltungstag früh vor Ort sein. Eine gute Planung ist entscheidend – nicht nur für den Ablauf, sondern auch für die Sicherheit aller Beteiligten. Die Sonnenfahrt lebt von den Momenten, die sich nicht planen lassen: ein Lächeln während der Fahrt, ein Gespräch am Streckenrand, ein gemeinsames Erlebnis, das nachwirkt. So werden die „Mitfahrer“ auch dieses Mal mit strahlendem Lächeln und winkend durch Ostbelgien „cruisen“. Auch in ihrer 31. Auflage bleibt die Sonnenfahrt das, was sie immer war: ein Tag, an dem Gemeinschaft im Mittelpunkt steht und Inklusion gelebt wird. (gh)

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