Am 5. Mai 1976 besiegten die „Veilchen“ im ausverkauften Heysel-Stadion vor über 51.000 Zuschauern West Ham United mit 4:2 im Finale des Europapokals der Pokalsieger – und sorgten damit für einen historischen Moment.
Dabei hatte es zunächst nicht nach einem Triumph ausgesehen: West Ham ging durch Pat Holland in Führung. Doch noch vor der Pause glich Rob Rensenbrink aus. Kurz nach dem Seitenwechsel brachte François Van Der Elst Anderlecht in Führung. Zwar gelang den Engländern noch einmal der Ausgleich, doch Rensenbrink – später mit acht Treffern Torschützenkönig des Wettbewerbs – und erneut Van Der Elst machten den Sieg perfekt. Kapitän Gilbert Van Binst durfte schließlich als Erster den Pokal in den Brüsseler Nachthimmel stemmen.
Der Triumph war kein Zufall, sondern der Beginn einer goldenen Ära. Noch im selben Jahr gewann Anderlecht auch den europäischen Supercup gegen den FC Bayern München. Es folgten weitere internationale Erfolge: 1978 holte der Klub erneut den Pokalsieger-Wettbewerb, später kam 1983 der Sieg im UEFA-Pokal hinzu.
Anderlecht blieb damit über Jahre das Aushängeschild des belgischen Vereinsfußballs. Zwar erreichten auch andere Klubs noch internationale Endspiele – zuletzt Royal Antwerp FC 1993 –, doch ein Titelgewinn gelang danach nur noch KV Mechelen, das 1988 ebenfalls den Europapokal der Pokalsieger gewann. (calü)

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