Damit entspannt sich die Lage erstmals sichtbar, auch wenn die Auswirkungen des Arbeitskampfes weiterhin spürbar sind. Nach wie vor müssen erhebliche Rückstände abgearbeitet werden, die sich während der vergangenen Wochen angesammelt haben. Nach Angaben des Unternehmens dürfte es mindestens zehn Tage dauern, bis der Betrieb wieder vollständig aufgeholt hat. Vorrang haben dabei Paketsendungen, Trauerbriefe, Nummernschilder sowie Einschreiben.
Vereinzelt kommt es allerdings weiterhin zu Streiks: In der Wallonie und in Brüssel setzen noch einige wenige Briefträger auf Protest. In Flandern hingegen wird nicht mehr gestreikt.
Ein Durchbruch in den Verhandlungen steht jedoch noch aus. Ein Sozialabkommen zwischen Gewerkschaften, Unternehmensleitung und Vermittlern wurde bislang nicht erzielt. Die Gespräche sollen am Mittwoch fortgesetzt werden.
Auslöser der Streiks war ein Reformplan der Unternehmensführung, der eine Umstrukturierung der Arbeitszeiten vorsieht: Briefträger sollen ihre Touren künftig später am Tag beginnen. Hintergrund ist der wachsende Einfluss des Paketmarktes, der zunehmend flexiblere Zustellzeiten erfordert. Ursprünglich war angestrebt worden, bis Ende April eine Einigung zu erzielen – dieser Zeitplan wurde inzwischen um einen Monat verschoben. (belga/calü)

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