Am Samstag, 9. Mai, öffnen zwei Standorte ihre Türen: das Staatsarchiv in Eupen sowie das Geschichtsmuseum „Zwischen Venn und Schneifel“ in St.Vith. Zwischen 10 und 16 Uhr haben Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, ihre Unterlagen Fachleuten vorzulegen und gemeinsam zu prüfen, ob diese für die Archivierung in Frage kommen. Anders als zuvor gibt es diesmal keinen thematischen Schwerpunkt.
Vom Alltagsgegenstand zum Zeitzeugnis
Willkommen ist alles, was einen Bezug zur Geschichte Ostbelgiens hat: Tagebücher, Urkunden, Karten, Plakate oder Geschäftsunterlagen ebenso wie Alltagsgegenstände mit dokumentarischem Wert. Entscheidend ist nicht die Epoche oder der Zustand – sondern die Geschichte dahinter. Wer unsicher ist, kann auch ohne Dokumente vorbeikommen und sich zunächst beraten lassen: Welche Geschichten erzählen die eigenen Unterlagen? Und welche davon verdienen es, für kommende Generationen bewahrt zu werden? Der „Collection Day“ versteht sich nicht nur als Sammelaktion, sondern als Einladung zur aktiven Geschichtsschreibung. Denn oft sind es gerade die kleinen, privaten Zeugnisse, die ein umfassendes Bild der Vergangenheit erst möglich machen. Oder, wie es die Veranstalter formulieren: Jedes Dokument kann „archivwürdig“ sein – solange es eine Geschichte zu erzählen hat. (red/sc)

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