Konkret geht es um eine Initiative von Vooruit. Sie will den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel erleichtern und die Kombination von Zug und Fahrrad attraktiver machen.
Derzeit kostet die Mitnahme eines Fahrrads im Zug je nach Zeitpunkt drei oder fünf Euro pro einfache Fahrt: drei Euro während der Nebenverkehrszeiten und fünf Euro während der Hauptverkehrszeiten. Dennoch greifen immer mehr Reisende auf dieses Angebot zurück: Laut Zahlen der SNCB wurden 2024 rund 485.000 Fahrradtickets verkauft – ein Anstieg von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Für Vooruit-Fraktionschef Oskar Seuntjens zeigt das Potenzial deutlich nach oben. „Mit diesem Vorschlag wollen wir die Menschen wirklich dazu ermutigen, ihr Auto stehen zu lassen und sich für das Fahrrad und den Zug zu entscheiden. Indem wir Fahrräder im Zug kostenlos zulassen, machen wir es einfacher und günstiger“, erklärte er.
Doch mit der Abschaffung des Zuschlags allein ist es nicht getan. Die Resolution fordert die Föderalregierung auch auf, die Infrastruktur rund um die Bahnhöfe zu verbessern. Dazu gehören sichere Fahrradparkplätze, mehr Stellplätze für Fahrräder in den Zügen sowie Reparaturmöglichkeiten an den Stationen.
Ein weiterer zentraler Punkt: ein einheitliches Ticket für alle öffentlichen Verkehrsmittel. Dieses sogenannte Kombiticket soll Fahrten mit Zug, Bus und Straßenbahn einfacher und übersichtlicher machen.
Im Mobilitätsausschuss fand der Vorschlag breite Zustimmung: Alle Parteien stimmten dafür, lediglich Vlaams Belang enthielt sich. (belga/calü)

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