Bereits Anfang März hatte die Logistiksparte des schwedischen Modekonzerns angekündigt, das Verteilzentrum in der Nähe von Mons schließen zu wollen. Rund 440 Arbeitsplätze sind davon betroffen. Seitdem laufen Gespräche mit den Gewerkschaften im Rahmen der sogenannten Renault-Prozedur, die bei kollektiven Entlassungen in Belgien gesetzlich vorgeschrieben ist.
Doch nach Angaben der sozialistischen Gewerkschaft FGTB bleiben viele Fragen unbeantwortet. So seien bei einem Treffen Ende März insgesamt 16 Fragen der Arbeitnehmervertreter diskutiert worden. Mehrere Antworten seien jedoch ausweichend gewesen und hätten bei einem weiteren Termin Mitte April geklärt werden sollen. Auch dort habe die Unternehmensleitung keine konkreten Aussagen gemacht.
Die Unsicherheit unter den Beschäftigten wuchs weiter, als auch bei einer weiteren Sitzung am Freitag erneut keine klaren Antworten zur Zukunft des Standorts gegeben wurden. Daraufhin beriefen die Gewerkschaften eine Personalversammlung ein. Nach Darstellung der Situation beschlossen die Mitarbeiter, die Arbeit mit sofortiger Wirkung niederzulegen. (belga/calü)

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