Krieg am Golf als heftiger Preistreiber

<p>Das Auf und Ab der Kreditzinsen wird zu einem zunehmenden Unsicherheitsfaktor für die Immobilien- und Baubranche, die aktuell stark von der Entwicklung des Energiemarktes abhängig ist.</p>
Das Auf und Ab der Kreditzinsen wird zu einem zunehmenden Unsicherheitsfaktor für die Immobilien- und Baubranche, die aktuell stark von der Entwicklung des Energiemarktes abhängig ist. | Fotos: Fotalia / Shutterstock

Lange Zeit waren die Bauzinsen (recht) stabil - und wiesen zwischenzeitlich gar nach unten, auf einen Wert von drei bis dreieinhalb Prozent. Ein Trend, der in den vergangenen acht Wochen schwer ins Stocken geraten ist. Alles nur noch Schall und Rauch - bedingt durch den ebenso sinnlosen wie (bisher) ergebnisoffenen Krieg in Nahost.

Die unmittelbare und besonders schmerzliche Folge: Zunehmend mehr Anbieter am Kreditmarkt haben seither ihre Konditionen angepasst, sprich: verteuert. Und - fast wichtiger noch - die Stimmung unter den gewerblichen Financiers hat sich erkennbar eingetrübt.

In jedem Fall ist der anhaltende Konflikt zwischen USA, Israel und Iran ein unerwarteter und schwerwiegender Einschnitt am Zinsmarkt, der vier Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine ein weiteres Mal gehörig durchgeschüttelt wurde und wird. Vorerst ohne verbindliche (oder zumindest zielführende) Antworten auf drängende und mehr noch bange Fragen.

Nur so viel steht offenkundig fest: Die Banken sehen kaum eine andere Möglichkeit, als an der Zinsschraube zu drehen - und somit die „Belastung“ auf den Kreditnehmer abzuwälzen. Zwar zunächst noch recht behutsam, aber doch scheinbar unaufhaltsam.

Ein kurzer Blick zurück… Im Vorjahr hatten sich die Bauzinsen vor allem seitwärts bewegt, im Schnitt lagen sie bei circa dreieinhalb Prozent. Dagegen bewegten sich die Werte in den vergangenen Wochen wieder stark vertikal - nur leider nach oben.

Angst vor Inflation als Alarmzeichen

Besonders hart trifft die nur schwer vorhersehbare geopolitische Eskalation (mit nachfolgend heftigen marktwirtschaftlichen Auswirkungen) alle Interessenten, die lediglich ein überschaubares Volumen an Eigenkapital in ihre Bau- und/oder Kauffinanzierung einbringen können. Der Zinssatz steigt nun mal grundsätzlich an, je mehr vom gestiegenen Bau- und/oder Kaufpreis per Kredit finanziert werden soll oder muss.

Dass die Bauzinsen wieder steigen, darf letztlich nicht verwundern. Mit den Angriffen von USA und Israel gegen den Iran und den umgehend „explodierten“ Energiepreisen wächst an den Kapitalmärkten akut die Sorge, dass die Inflation wieder anzieht und die Europäische Zentralbank (EZB) zeitnah die Leitzinsen erhöhen muss.

Zur Erinnerung… Erst Mitte April hat die europäische Statistikbehörde bekannt gegeben, dass die Inflation in der Eurozone im März sprunghaft angestiegen ist. Unbestritten die schnelle Konsequenz der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost mitsamt ihren Auswirkungen auf den Energiemarkt.

Jedenfalls machte die Inflation einen satten Sprung - von 1,9 Prozent im Februar (und somit unter den von den Notenbanken angestrebten zwei Prozent) auf 2,6 Prozent im März. Zweifellos ein für alle Bauherren respektive Käufer alarmierendes Signal!

Messe feiert Geburtstag

Es ist ein kleines, aber feines Jubiläum, auf das GE-Media zu Recht anstoßen darf - die in Eigenverantwortung organisierte Immobilienmesse. Und hier besonders die Marketingabteilung unter David Schmitz. Im Übrigen einer der ganz wenigen Mitarbeiter im Verlagshaus am Marktplatz in Eupen, der bereits bei der Premiere dabei war. In Zahlen: Mitte Mai 2016 feierte die Immobilienmesse Ostbelgien (kurz: I.M.O.) auf GE-Initiative ihre ebenso spannende wie beachtete Premiere. Womit die „Marke“ in genau zwölf Monaten Geburtstag feiern kann. Passend zum Jubiläum der ostbelgischen Tageszeitung, die in 2027 runde „Hundert“ wird. Am Wochenende vom 17./18. April steigt in Eupen immerhin die zehnte Auflage dieses wichtigen Branchenfensters. Hierunter dann sechs Ausgaben in Eupen (2016, 2017, 2019, 2023, 2025, 2027), drei Ausgaben in St.Vith (2018, 2024, 2026) und eine Ausgabe in Weiswampach (2019). Eine marktwirtschaftliche Vitrine für eine über die Jahre gewachsene Branche, die unter den Schlagworten „Bauen / Kaufen / Renovieren / Einrichten / Investieren“ ein zugleich vielschichtiges Spektrum und qualitatives Angebot aufruft.

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