Spargel aus der Region gewinnt an Bedeutung

<p>Spargel aus der Region gewinnt an Bedeutung</p>
Foto: picture alliance/dpa

Die Produzentenvereinigung, der derzeit 22 Mitglieder angehören und die rund ein Drittel der wallonischen Anbauflächen repräsentiert, hat zugleich die neue Spargelsaison eingeläutet. In der Region dominiert mit einem Anteil von etwa 85 Prozent der grüne Spargel. Die Erntezeit erstreckt sich von April bis Juni.

Nach Einschätzung des Sektors ist das Produkt in der Bevölkerung noch zu wenig bekannt. Zudem fehle es oft an Kenntnissen über die Zubereitung.

Ein Beispiel für die Entwicklung liefert ein Familienbetrieb in Thorembais-Saint-Trond. Dort wurde der Spargelanbau 2018 eingeführt, die erste Ernte erfolgte 2020. Heute umfasst die Produktion etwa einen Hektar mit grünem und violettem Spargel.

Die starke Ausrichtung auf grünen Spargel hat mehrere Gründe. Zum einen wollen sich die wallonischen Produzenten von Flandern abheben, wo auf rund 650 Hektar überwiegend weißer Spargel angebaut wird. Zum anderen eignen sich die eher lehmhaltigen Böden im Süden des Landes besonders gut für diese Sorte.

Gleichzeitig wächst das Interesse am weißen Spargel auch in der Wallonie. Dieser bringt höhere Erträge von etwa zehn Tonnen pro Hektar, ist jedoch aufwendiger im Anbau.

Insgesamt wurden in Belgien im vergangenen Jahr rund 3.500 Tonnen Spargel konsumiert, davon etwa 800 Tonnen grüner Spargel. Fachleute sehen daher erhebliches Potenzial für einen Ausbau der Produktion in der Wallonie. Herausforderungen bleiben jedoch die hohen Anfangsinvestitionen sowie der Arbeitskräftemangel im Gemüsebau.

Zudem hängt die weitere Entwicklung stark davon ab, ob der Einzelhandel verstärkt auf lokale Produkte setzt und diese zu angemessenen Preisen anbietet, statt auf importierte Ware aus entfernten Ländern zurückzugreifen. (belga/rt)

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