Das Rennen war offen, auch weil mit Titelverteidiger Tadej Pogacar und Remco Evenepoel zwei große Namen fehlten. Die Entscheidung fiel wie so oft an der Mur de Huy, deren 1.300 Meter bei durchschnittlich zehn Prozent Steigung erneut den Ausschlag gaben.
Sechs Fahrer hatten sich bereits in der Anfangsphase abgesetzt, darunter der Norweger Andreas Leknessund (Uno-X Mobility) und Vincent Van Hemelen (Flanders-Baloise). Van Hemelen verlor jedoch nach 125 Kilometern beim ersten von drei Anstiegen an der Mur den Anschluss. Leknessund erwies sich in der Spitzengruppe als der stärkste Fahrer.
Im weiteren Rennverlauf kam es vor dem zweiten Anstieg an der Mur, rund 37 Kilometer vor dem Ziel, zu mehreren Stürzen. Tobias Halland Johannessen (Uno-X Mobility), der zum erweiterten Favoritenkreis gezählt wurde, musste nach einem Sturz wieder zum Feld aufschließen. Der frühere Sieger Marc Hirschi (Tudor) kam ebenfalls zu Fall und gab das Rennen auf. Auch Seixas blieb nicht unversehrt und war zeitweise mit blutverschmiertem Trikot zu sehen.
Im letzten lokalen Rundkurs brachten die Favoriten ihre Helfer an die Spitze. Unter der Flamme rouge schoben sich die aussichtsreichsten Fahrer nach vorne, zunächst mit Ben Tulett (Visma-Lease a Bike an der Spitze. Im gefürchteten Criquielion-Knick zog Seixas vorbei, übernahm rund 500 Meter vor dem Ziel die Führung und brachte seinen Vorsprung bis ins Ziel.
Hinter dem Franzosen belegte der Schweizer Mauro Schmid (Jayco AlUla) mit einigen Sekunden Rückstand Platz zwei. Dritter wurde der Brite Ben Tulett. Am Sonntag steht mit Lüttich-Bastogne-Lüttich der nächste Höhepunkt im belgischen Radsportkalender an. (kupo/belga)

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