Bpost-Streik geht weiter: Millionen Briefe und Pakete bleiben liegen

<p>Der Streik bei Bpost geht in die nächte Runde.</p>
Der Streik bei Bpost geht in die nächte Runde. | Foto: belga

Der Streik schwelt bereits seit Ende März. Hintergrund ist Unmut über geplante Änderungen bei den Arbeitszeiten. Mit diesen Anpassungen will das Unternehmen nach eigenen Angaben besser auf die wachsende Bedeutung des Paketgeschäfts reagieren.

Am Montag kamen Unternehmensleitung und Gewerkschaften erneut zu Gesprächen zusammen. Dabei legte die Direktion ein neues Angebot vor, das nun von den Gewerkschaften intern geprüft wird. Eine Einigung steht jedoch weiterhin aus – und so setzt ein Teil der Beschäftigten den Streik fort.

Die Unternehmensleitung hofft, die Verhandlungen bis spätestens 30. April abschließen zu können.

Bis dahin bleibt die Lage angespannt: In Brüssel blockieren Streikende weiterhin die Verteilzentren, wodurch weder Briefe noch Pakete ausgeliefert werden können. In der Wallonie werden aktuell etwa 49 Prozent der Touren gefahren. Auch in Flandern ist der Konflikt spürbar, wenn auch weniger stark. Trotz einer Zustellquote von rund 90 Prozent kommt es in mehreren Verteilzentren zu Arbeitsniederlegungen.

Die Folgen des anhaltenden Streiks sind inzwischen deutlich sichtbar: Große Mengen an Postsendungen bleiben liegen. Sie werden in sogenannten Pufferlagern zwischengelagert – unter anderem in Gosselies bei Charleroi, wo sich hunderttausende Pakete und Millionen Briefe angesammelt haben. „Diese Sendungen werden dort sicher und unter optimalen Bedingungen gelagert. Sie bleiben auch keinen Tag länger als nötig dort“, versichert Unternehmenssprecher Mathieu Goedefroy.

Wann sich die Lage normalisiert, bleibt offen. Viel hängt nun davon ab, ob die Gespräche zwischen Unternehmensleitung und Gewerkschaften in den kommenden Tagen zu einer Einigung führen. (belga/calü)

Kommentare

Kommentar verfassen

0 Comment